WordPress-Problem: Visueller Editor erscheint nicht mehr

Dieser Beitrag ist für alle Leser interessant, die ihr WordPress-Blog selbst hosten (wordpress.org).

Der visuelle Modus meines WordPress-Editors war nach dem Update auf WordPress 4.7.3 plötzlich nicht mehr sichtbar.
Auch wenn ich auf den Text/Html-Modus umgeschaltet habe, konnte ich keinen Text sehen (ebenfalls bei bereits geschriebenen Beiträgen).
Neue Beiträge konnte ich nur schreiben, wenn ich unter Benutzer/Dein Profil das Häkchen bei „Beim Schreiben den visuellen Editor nicht benutzen“ gesetzt habe.
Nachdem ich im Netz gelesen habe, dass dies immer wieder mal passieren kann, habe ich mich auf die Fehlersuche begeben (dies hat allerdings mehrere Tage gedauert).

Folgende Schritte habe ich durchgeführt:

  1. Im Dashboard unter Benutzer/Dein Profil sichergestellt, dass das Häkchen bei „Beim Schreiben den visuellen Editor nicht benutzen“ NICHT gesetzt ist, damit der visuelle Editor überhaupt prinzipiell aktiviert ist.
  2. Getestet, ob das Problem auch in anderen Browsern besteht. -> kein Erfolg.
  3. Cache des Browsers gelöscht. -> kein Erfolg.
  4. Sämtliche Plugins deaktiviert (und auf ein Standard-Theme gewechselt). -> kein Erfolg.
  5. Bei meinem Hoster (STRATO) angefragt. Der gab mir den Tipp, meine Dateiberechtigungen zu überprüfen.
  6. Die Dateiberechtigungen aller Ordner und Dateien überprüft bzw. neu korrekt gesetzt (alle Ordner auf „755“ und alle Dateien auf „640“ gesetzt). -> kein Erfolg.
  7. Überprüft, ob Javascript auf dem neuesten Stand war. -> kein Erfolg.
  8. In der wp-config.php nach dem php-opening Tag die Codezeile:

define (‚CONCATENATE_SCRIPTS’, false); hinzugefügt. -> kein Erfolg.

  1. Eine „frische“ WordPress-Version 4.7.3 aus dem Netz runtergeladen und den gesamten Ordner wp-includes mit dem Programm „FileZilla“ hochgeladen, der die Datei wp-tinymce.php enthält, die für den visuellen Editor relevant ist. -> kein Erfolg.
  2. Die htaccess-Datei neu erzeugt, indem ich bei Einstellungen/Permalinks auf „Änderungen übernehmen“ geklickt habe (dadurch wird eine neue htaccess-Datei angelegt). -> kein Erfolg.
  3. Das Antivirenprogramm kurzfristig komplett deaktiviert. -> kein Erfolg.
  4. Danach habe ich aus der „frischen“ WordPress-Version (siehe oben) den gesamten Ordner wp-admin neu hochgeladen und danach nochmals den gesamten Ordner wp-includes ebenfalls hochgeladen.

Nach dem Löschen des Cache erschien dann beim Anlegen eines neuen Beitrags der visuelle Editor wieder!! 🙂

Wo der Fehler jetzt genau lag, kann ich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich war irgendeine (oder mehrere) Datei(en) defekt und dadurch konnte der visuelle Editor nicht mehr geladen werden. Erst das Hochladen eines „frischen“ Ordners wp-admin und wp-includes brachte für mich die Lösung des Rätsels. Das Problem kann aber bei jedem Anwender an einer anderen Stelle liegen.

Ganz wichtig: natürlich vor irgendwelchen Aktionen zunächst eine Datensicherung vornehmen!!!

Vielleicht ist dieser Beitrag für meine Leser eine kleine Hilfe, falls dieses Problem bei Ihnen auch mal auftreten sollte.
Sollte dieses Problem bei mir erneut auftreten, werde ich diesen Beitrag natürlich aktualisieren!

Buchtipp: MOONFIRE – Norman Mailer

In einem meiner letzten Blogbeiträge habe ich über die bisher letzte bemannte Mission von Apollo 17 zum Mond berichtet: „The Last Man on the Moon„.
In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einen wahren Leckerbissen präsentieren, wenn Sie sich für die Apollo-Flüge der NASA von 1968-1972 interessieren.
Aufgrund eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung habe ich von einem Buch gelesen, dass über die legendäre Reise der Apollo 11 berichtet: „MOONFIRE“ von Norman Mailer.
Als großer Raumfahrt-Fan habe ich mir dieses Buch sofort bestellt und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn ich seit 1969 schon sehr viele Fotos von der ersten Mondlandung gesehen habe, enthält dieses Buch zum Teil Aufnahmen, die ich noch nie gesehen habe.

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit der Mondlandefähre „Eagle“ am 20.07.1969 auf dem Mond landeten, verlebte ich mit meinen Eltern im Taunus meine Sommerferien. Ich weiß noch sehr genau, dass ich meinen Vater gebeten hatte, mich am Morgen des 21.07. früh zu wecken, weil ich den Ausstieg der Astronauten nicht verpassen wollte.
Mein Vater hat mich dann leider etwas zu spät geweckt, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin bereits auf dem Mond „hüpften“. Ich war ziemlich sauer, dass ich den Ausstieg verpasst hatte. Von den (damals ziemlich unscharfen) Live-Bildern war ich dennoch völlig begeistert. Ich verfolgte im Urlaub den Rest der Mission.
Der Flug von Apollo 11 hatte mein Interesse für die Raumfahrt und das Weltall endgültig geweckt.
Von diesem Zeitpunkt an habe ich alle Apollo-Missionen verfolgt und war sehr enttäuscht, als im Dezember 1972 mit dem Flug von Apollo 17 das amerikanische Mondlandeprogramm endete.

Das Buch aus dem Kölner TASCHEN-Verlag gibt es in zwei Ausführungen: die große Ausgabe mit 348 Seiten im Format 28,1 x 3,4 x 33,8 cm mit einem Gewicht von sagenhaften 3 kg und einer Hardcover-Ausgabe mit 616 Seiten im Format 14,9 x 4,5 x 20,3 cm.
Da ich die Fotos möglichst groß sehen wollte, habe ich mich natürlich für die größere Variante entschieden und ich muss sagen, dass dieses Buch mein bisher schönstes Buch über die Apollo-Flüge ist.
Die frühere Original-Ausgabe kostete einmal 750 €, nun wird das Buch zu einem Preis von 29,99 € angeboten.

Als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erhielt Norman Mailer im Jahr 1969 von der Zeitschrift LIFE den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten, daraus entstand dieses faszinierende Buch.
Das Buch enthält hunderte Fotos dieser legendären Apollo-Mission und von Plänen der NASA, Zeitschriftenarchiven und Privatsammlungen. Die Abbildungen dokumentieren die Entwicklung der Raumfahrtbehörde und der Apollo-Mission, das Leben in der Kommandokapsel und auf der Mondoberfläche sowie die begeisterten Reaktionen der Welt auf die erfolgreiche Landung (Quelle: Taschen-Verlag).

Fazit: dieses Buch ist für jeden Raumfahrt-Fan durch seine hochwertige Verarbeitung und fantastischen Hochglanz-Aufnahmen ein absolutes Muss!
Das größte und schönste Buch über das Mondlandeprogramm, das ich jemals gesehen habe.
Einfach galaktisch!

Blättern Sie in folgendem Video durch das Buch und schauen Sie sich die Fotos im Schnelldurchlauf an.

Quelle: WonderBooks/YouTube

Übrigens: Buzz Aldrin schreibt regelmäßig auf Twitter, hier ein aktueller Tweet:

Hinweis: Wie immer habe ich für diesen Blogbeitrag keine Provisionen von irgendwelchen Verlagen erhalten.

siehe auch:
die sehenswerte Dokumentation „Im Schatten des Mondes

Ein ganz besonderes Treffen: Galaktiker unter sich…

An Anfang dieser Woche hatte ich ein ganz besonderes Treffen.
Martin Ingenhoven hat im Dezember 2016 eine PERRY RHODAN-Sammlung übernommen und sich vorgenommen, die Serie komplett zu lesen und über seine Eindrücke zu schreiben.
Ich finde das Projekt von Martin absolut faszinierend und er schreibt in seinem Blog „Heftehaufen“ regelmäßig über den Inhalt und seine Gedanken zu den jeweiligen Heften.
So sind seine Beiträge auch immer eine Zeitreise für mich und ich erinnere mich daran, als ich die Hefte gelesen habe.
Nach intensivem Austausch in seinem Blog haben wir uns nun auch in der realen Welt getroffen.
Es war eine kosmische Begegnung und Martin hat über unser Treffen in seinem Blog berichtet.
Mit einem Klick auf das folgende Bild kommt ihr direkt zu seinem Blogbeitrag.
Es waren „Galaktiker unter sich“…

Foto: Martin Ingenhoven

siehe auch:
Neues PERRY RHODAN-Blog: Heftehaufen

Mond trifft Regulus am 10.03.2017

Heute Abend stand der zu knapp 97% beleuchtete, fast volle Mond im Osten (erstes Foto).
Knapp oberhalb ist das Sternbild Löwe mit seinem Hauptstern Regulus zu erkennen. Am Beginn des Abends trennten die beiden etwa noch 1,6°. Vor Mitternacht näherte sich unser Trabant bis auf ca. 1° an Regulus. Das entspricht gut zwei Vollmond-Durchmessern (siehe zweites Foto als Ausschnitt-Vergrößerung, Regulus ist links oben als schwacher Punkt zu erkennen).
Regulus ist 77,5 Lichtjahre von der Sonne entfernt und ist der hellste Stern im Sternbild Löwe.
Er bildet zusammen mit den Sternen Arktur und Spica das Frühlingsdreieck.
Und bald haben wir ja auch Frühling 🙂

Zur Vergrößerung jeweils auf das Foto klicken.

Regulus ist links oben als schwacher Punkt zu erkennen (siehe Pfeil)

Hier eine Aufnahme von Regulus mit hoher Auflösung:

By Car710 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Eine Bounty-Zeitreise

Mitte Januar berichtete ich über ein tolles Projekt von Martin Ingenhoven: das PERRY RHODAN-Blog „Heftehaufen“.
Martin hat im Dezember 2016 eine PERRY RHODAN-Sammlung übernommen und sich vorgenommen, die Serie komplett zu lesen und über seine Eindrücke zu schreiben.

PERRY RHODAN ist die größte Science-Fiction Serie der Welt. Seit 1961 sind nunmehr fast 2900 Heftromane, über 450 Taschenbücher und zahlreiche weitere Publikationen erschienen. Ich habe dieser Serie eine eigene Seite in meinem Blog und auf meiner Website gewidmet.

In seinem neuesten Blogbeitrag berichtet Martin über eine Zeitreise in seine Kindheit, der Schokoriegel „Bounty“ spielt dabei eine wichtige Rolle.
Auslöser für diesen Bericht war mein Kommentar zu einem früheren Blogbeitrag von ihm. Ich konnte ja nicht ahnen, dass bestimmte Kindheitserinnerungen nicht nur bei mir vorhanden sind 🙂

Doch lest am besten selbst. Ich habe seinen Beitrag natürlich sofort kommentiert!
Mit einem Klick auf das folgende Bild kommt ihr direkt zu Martins Blogbeitrag.

Quelle: Martin Ingenhoven
Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Haben meine Leser auch Kindheitserinnerungen an den Bounty-Schokoriegel?
Wenn ja, würde ich mich über entsprechende Kommentare freuen 🙂

siehe auch:
PERRY RHODAN-Website

AstroViews 18: Das Hubble Deep Field – Tiefer Blick ins Universum

Der spektrumverlag hat eine neue Folge seiner AstroViews veröffentlicht. In dieser Folge geht es um die spannende Geschichte eines der faszinierendsten Beobachtungsprojekte der Astronomie – des Hubble Deep Field (HDF).

Das HDF war 1995 der erste wegweisende Versuch, mit dem Hubble-Weltraumteleskop an die Grenzen des beobachtbaren Universums vorzustoßen. Und er gelang! In einem winzigen Teil des Himmels, in dem zuvor selbst mit großen Teleskopen so gut wie nichts zu sehen war, zeigten sich nach mehreren Tagen Belichtungszeit Tausende der fernsten Galaxien in Milliarden von Lichtjahren Entfernung. Damit lieferte das Hubble-Teleskop nicht nur eine bis dahin einmalige Stichprobe zur Untersuchung der Galaxienentwicklung und für die Kosmologie, sondern löste geradezu einen Boom aus, mit den besten und größten Observatorien Nachbeobachtungen durchzuführen, neue Deep Fields zu erforschen und ähnliche Messungen in anderen Spektralbereichen zu machen.
Quelle: Spektrum der Wissenschaft/YouTube

Mal wieder eine faszinierende Folge der AstroViews!

Quelle: Spektrum der Wissenschaft/YouTube

Buchtipp: „Das Haus am Rande der Zeit“ – Ann Tatlock

Quelle: brunnen-verlag.de

Neulich las ich eine sehr interessante Buchrezension von Katja in ihrem Blog: „Das Haus am Rande der Zeit“.
Als „Zeitreisender“ war ich von dieser Rezension sofort begeistert. Ich habe das Buch bestellt und was soll ich sagen: ich habe es in 3 Tagen ausgelesen. Beim Schreiben dieser Rezension hatte ich große Lust, das Buch nochmal zu lesen.

Zum Inhalt:
Das Jahr 1968: Aufgrund einer Affäre verlässt Pastor Patrick Crane seine Gemeinde und zieht mit seiner Frau und den beiden Kindern in ein altes, abgelegenes Haus in den Bergen. Dort geschehen ungewöhnliche Dinge: Immer wieder treffen die vier auf Menschen, die behaupten, selbst in diesem Haus zu wohnen und aus einer anderen Zeit zu kommen. Nur langsam beginnt die Familie zu ahnen, dass die unverhofften Begegnungen ein Geschenk sind – von Gott höchstpersönlich …
Quelle: „Das Haus am Rande der Zeit“ – Ann Tatlock (Buchrücken).

Am Anfang der Lektüre hatte ich Probleme mit dem Perspektivwechsel in den jeweiligen Kapiteln – die Handlung wird aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder Patrick, Meg und ihren Kindern Linda und Digger erzählt.
Nach kurzer Zeit hatte ich mich jedoch mit dem Erzählstil angefreundet und ich bin in der Handlung regelrecht versunken.
Das Leben von Meg gerät aus den Fugen als sie erfährt, dass ihr Mann sie mit ihrer Cousine betrogen hat. Das Ehepaar trennt sich jedoch nicht, sondern zieht mit ihren Kindern Linda und Digger in den Blue Ridge Mountains (North Carolina) in ein altes, abgelegenes Haus. Nach einer Legende sollen in dieser Gegend immer wieder ungewöhnliche Dinge geschehen und tatsächlich treffen die Familienmitglieder auf Personen, die behaupten, auch in diesem Haus zu wohnen.
Linda und Digger treffen im Haus immer wieder auf Mac und Austin aus dem Jahr 1916, Meg und Patrick haben Kontakt zu Celeste und Gavan aus dem Jahr 2005.

Die Handlung entwickelt sich ganz langsam; die Begegnungen mit den Zeitreisenden führt die Familie wieder zusammen und Meg versucht, ihrem Mann Patrick zu verzeihen.
Als die Familie jedoch gerade beginnt, den Sinn dieser Begegnungen zu verstehen, bringt plötzlich ein neues Ereignis die Familie an den Rand der Verzweiflung.

Quelle: brunnen-verlag.de

Fazit:
Das Buch hat ein sehr schönes Cover, eine angenehme Schriftgröße und kurze Kapitel.
Ann Tatlock versteht es sehr geschickt, verschiedene Zeitebenen miteinander zu verbinden und der Handlung einen christlichen Aspekt beizufügen. Das Ende des Buches endet mit einer Überraschung und der Leser erfährt, wer die Personen aus den anderen Zeiten sind.
Eine wunderschöne Geschichte, die sich von Kapitel zu Kapitel ganz langsam steigert. „Vergebung“ ist das entscheidende Thema in der gesamten Handlung. Die Lektüre des Buches eröffnet auf manche Ereignisse im eigenen Leben eine völlig neue Perspektive. Ich habe selten ein Buch gelesen, das bei mir so lange nachgewirkt hat und immer noch nachwirkt.

Eine wirklich faszinierende Geschichte! Zeitreise mal ganz anders!

„Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal geschieht“.

Ray Cummings, The Girl in the Golden Atom
aus: „Das Haus am Rande der Zeit“ – Ann Tatlock

siehe auch:
Website von Ann Tatlock
Ann Tatlock auf Twitter