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Übrigens:
Wer meinen neuesten Beitrag aufgrund der Umstellung verpasst hat: hier noch einmal der Link zu meiner Zeitreise ins Jahr 1910 – ins alte Cöln zur Kaiserzeit.

Liebe Grüße vom Zeitreisenden :-)

Eine Reise durch Neuseeland – Teil fünf: Traumlandschaften und viel Natur

Am Morgen nach unserer ersten Nacht auf der Südinsel holen uns Skipper Lawrence und seine Frau Grace mit der „Steadfast“ (https://www.steadfastsail.co.nz/) wieder ab – unsere Reise geht weiter. Wir machen uns zunächst auf den Rückweg nach Picton. Unterwegs genießen wir die abwechslungsreiche Welt der Marlborough Sounds
(Teil 4).

Dominikanermöve.
Dominikanermöve.
Australischer Tölpel.
Australischer Tölpel.

Bei einer Wanderung auf Motuara Island kann ich einige der weniger scheuen Bewohner fotografieren.

Vogelschutzgebiet Motuara
Die Insel Motuara ist ein Vogelschutzgebiet in den Marlborough Sounds.

Dabei beschleicht mich das Gefühl, dass unser Guide die Gabe hat, mit den Vögeln zu sprechen – warum sonst sollten sie immer in Isabelles Nähe bleiben?
„Weil sie die Insekten fangen, die wir beim Laufen aufscheuchen“ – lautet die sachliche Lösung. Ein paar trockene Blätter am Boden mit dem Fuß umgedreht, und schon weicht der Toutouwai (Langbeinschnäpper) nicht mehr von unserer Seite. Also alles ganz logisch.

Aber trotzdem …

Langbeinschnäpper
Der Langbeinschnäpper kann sich kaum noch von uns trennen.

Ich lerne auch die neuseeländische „Henne mit Küken“ kennen, die nicht verwandt mit unserer auch „Lebendblatt“ genannten Zierpflanze ist. Sie und noch einige weitere einheimische Pflanzen, die ich auf den geführten Wanderungen hier und im weiteren Verlauf unterwegs fotografiert habe, sind in der folgenden Galerie dargestellt. Die neuseeländischen Namen, die ich von Isabelle erfahren habe, habe ich um die wissenschaftlichen Namen ergänzt.

Quellen für die verwendeten wissenschaftlichen Namen bzw. Hilfestellung beim Suchen der deutschen Namen:
https://www.terrain.net.nz/friends-of-te-henui/
J.T. Salmon, A Field Guide to the Native Trees of New Zealand
Geoff Moon, The Reed Field Guide to New Zealand Birds.

Nach diesem Ausflug in die Vogel- und Pflanzenwelt laufen wir viel zu bald wieder in Picton ein.

Einfahrt in den Hafen von Picton.
Einfahrt in den Hafen von Picton.

Wir setzen unsere Reise am nächsten Tag mit dem Bus fort in Richtung Westküste. Dabei überqueren wir zunächst den Pelorus. Hobbit-Fans erinnern sich vielleicht an eine rasante Fluss-Fahrt in Weinfässern…

Blick auf den Pelorus von der Brücke aus.
Blick auf den Pelorus von der Brücke aus.

Später in Nelson habe ich Gelegenheit, einen Blick auf „Den Einen Ring“ zu werfen, bevor es nach Kaiteriteri weitergeht. Nelson als Stadt der Künstler ist nicht nur Heimat des Goldschmieds Jens Hansen, der den „berühmtesten Ring der Welt“ für die Verfilmungen des „Herrn der Ringe“ bzw. des „Hobbit“ von Peter Jackson angefertigt hat. Auf dem hier jeden Sonnabend stattfindenden Markt (https://www.nelsonmarket.co.nz/) kann man Kunsthandwerk und vieles mehr aus der Region bewundern und erwerben. Am Sonntag gibt es an gleicher Stelle einen Flohmarkt. Gerne wäre ich länger geblieben und hätte die Stadt näher kennen gelernt.

Die Kathedrale im Stadtzentrum.
Die Kathedrale im Stadtzentrum.
Wie in Wellington – spiel mich.
Wie in Wellington – spiel mich.

Von Kaiteriteri aus machen wir mit einem Wassertaxi einen Ausflug ein Stück in den Abel Tasman Nationalpark, zunächst an der Küste entlang. Die goldenen Strände laden bei strahlendem Sonnenschein zum Baden ein.

Ein gespaltener Apfel? Der Split Apple Rock.
Ein gespaltener Apfel? Der Split Apple Rock.

Dann geht es an Land weiter. Eine kurze Wanderung wird mit einem schönen Ausblick über die Buchten belohnt.

Blick über Torrent Bay vom Pitt Head Track.
Blick über Torrent Bay vom Pitt Head Track.
Der Strand von Te Pukatea Bay vom Te Pukatea Track.
Der Strand von Te Pukatea Bay vom Te Pukatea Track.

Im Anschluss geht es wieder ein Stück zurück in Richtung Nelson, nach Motueka. Die Gegend um Nelson ist ein Obstanbaugebiet. Neben europäischen Obstsorten werden auch Kiwis angebaut.

Kiwi-Plantage in Motueka.
Kiwi-Plantage in Motueka.

Auf dem Weg an die Westküste fahren wir von Motueka aus sogar an Hopfenplantagen vorbei.
Durch die Buller-Schlucht führt unsere Reise dann am gleichnamigen Fluss weiter.

Der Buller am Kilkenny Lookout.
Der Buller am Kilkenny Lookout.

An der Westküste angekommen, steht ein Besuch von Cape Foulwind und der dortigen Robbenkolonie an der kleinen Tauranga Bay (nicht mit Tauranga Bay auf der Nordinsel verwechseln) auf dem Programm.

Ein Blick in Richtung Berge – es braut sich etwas zusammen.
Ein Blick in Richtung Berge – es braut sich etwas zusammen.
Die Tasmanische See am Cape Foulwind.
Die Tasmanische See am Cape Foulwind.
Mutter mit Kind in der Robbenkolonie Tauranga Bay.
Mutter mit Kind in der Robbenkolonie Tauranga Bay.
Blick über Tauranga Bay.
Blick über Tauranga Bay.

Später habe ich nach einem kurzen Spaziergang den Truman Track entlang wieder fantastische Ausblicke auf die Westküste. Ebenso wie die berühmten Pancake Rocks (Pfannkuchen-Felsen), die ich im Anschluss besuchen kann, befindet sich der Truman Track im Paparoa Nationalpark.

Blick vom Ende des Truman Tracks in Richtung Pancake Rocks.
Blick vom Ende des Truman Tracks in Richtung Pancake Rocks.
Die Pfannkuchen-Felsen.
Die Pfannkuchen-Felsen.

Die Form der Felsen resultiert aus der unterschiedlichen Härte der Ablagerungen, aus denen die Felsen entstanden sind. Die weicheren Zwischenschichten verwittern schneller, so dass die Felsen an aufgeschichtete Pfannkuchen erinnern.

Am Ende des Tages mache ich einen Abendspaziergang entlang des fast menschenleeren Strandes zwischen Punakaiki und Barrytown. Die Sandfliegen, die zur Plage werden können, sind zum Glück in diesem Jahr nicht sehr zahlreich und auch nicht so aggressiv. Da wir diese Nacht an der Westküste übernachten, nutze ich die Chance, den Sonnenuntergang über der Tasmanischen See zu genießen. Das Farbenspiel zwischen Sonne, Meer und Wolken ist einfach atemberaubend.

Am nächsten Tag haben wir die Gelegenheit, in der Jadestadt Hokitika mehr über die Bearbeitung der heimischen Jade (Pounamu, Greenstone) zu lernen. Dabei erfahre ich, dass es nicht „die“ Jade gibt, sondern verschiedene Arten, neben der grünen Jade z.B. die mehrfarbige Blumen-Jade. Der in den Geschäften angebotene Schmuck wird oft auch aus Jade aus British Columbia oder (in geringen Mengen) aus Australien hergestellt. Unikate aus heimischer Jade kann man in Hokitika von verschiedenen Werkstätten kaufen. Dort hat man auch Gelegenheit, bei der Anfertigung der Schmuckstücke, die aufgrund der Härte des Materials langwierig und aufwändig ist, zuzusehen.

Faszinierend fand ich in Hokitika neben der Jade auch die Treibholzkunst am Strand (https://www.driftwoodandsand.co.nz/). An dem jährlich stattfindenden Festival kann jeder teilnehmen. Es gab viel zu sehen, denn das diesjährige Festival war erst am Vortag zu Ende gegangen.

Verweilen und schauen.
Verweilen und schauen.
Wer erinnert sich noch an Tom Hanks und seinen „Wilson“ in „Cast Away – verschollen“?
Wer erinnert sich noch an Tom Hanks und seinen „Wilson“ in „Cast Away – verschollen“?
Hokitika
Neuseeland – Aotearoa – einmal anders.
Eulen bei Tag.
Eulen bei Tag.

Viel zu bald verlassen wir Hokitika. Im ehemaligen Goldgräberort Ross machen wir Halt. Ich nutze die Gelegenheit und schaue mir neben dem de Bakker Cottage das kleine Museum im Souvenirladen an. Gegenüber kann ich dem Künstler von Jade Art noch kurz beim Schleifen eines Schmuckstücks aus Pounamu zusehen, bevor der Aufenthalt zu Ende geht.

Danach führt uns die Reise weiter, hinauf in die Berge…
Dazu aber später mehr.
Im letzten Teil meines Reiseberichts.

Somewhere over the rainbow...
Demnächst… Berge und Gletscher

Eine Reise durch Neuseeland – Teil vier: Nirgendwo und noch viel weiter

Wir haben die „Heiligen Wasser“ verlassen (Teil 3) und der Regen ist wieder da. Irgendwie hat er aber ein Einsehen und macht dann Pause, wenn wir einen Stopp einlegen. Wie hier an den Huka-Wasserfällen.

Vorbei am Taupo-See, dem größten See des Landes, geht es weiter. Er ist durch eine gewaltige Vulkanexplosion entstanden und speist den Waikato-Fluss, der an den Huka-Fällen in einem Blauton schäumt, der mich an den Halbedelstein Larimar erinnert.

Durch strömenden Regen gelangen wir in die Manawatu-Wanganui-Region. Unsere Fahrt führt uns am Tongariro-Nationalpark vorbei. Die Vulkane haben sich hinter den tiefhängenden Wolken versteckt. Der Regen lässt etwas nach, als wir uns über eine schmale, kurvenreiche Straße der Ansiedlung Pipiriki nähern. Hier werden wir in ein Jetboot umsteigen, das uns den Fluss Whanganui hinauf bringt (man spricht „Wh“ als „F“). Nach Nirgendwo…

Die Stromschnellen flussauf schicken Schaumbläschen auf die Reise, während wir bald nach Nirgendwo aufbrechen.
Die Stromschnellen flussauf schicken Schaumbläschen auf die Reise, während wir bald nach Nirgendwo aufbrechen.

Der Fluss hieß lange Zeit Wanganui, wie die an seiner Mündung liegende Stadt. Er erhielt Anfang der 90er Jahre seinen ursprünglichen Maori-Namen wieder, die Stadt heißt weiterhin Wanganui.

Das Flussbett hat sich stellenweise tiefe Täler in die Felsen geschnitten. Dadurch kann der Wasserstand bei starken Regenfällen relativ schnell um mehrere Meter steigen. In dem Gebiet, durch das wir fahren, wächst dichter Regenwald. Durch eine urwüchsige Schluchtenwelt geht es, den Flusswindungen folgend, stromauf.

Der Regen hat wieder eingesetzt, so dass er uns im Jetboot kräftig ins Gesicht schlägt. Zum Glück ist es nicht kalt. Trotzdem sind alle froh, als wir an Land gehen. Das gestaltet sich wegen des schlammigen Bodens etwas rutschig, aber mit dem richtigen Schuhwerk geht es. Da wir von Isabelle vorgewarnt wurden, hatte ich mein Regenoutfit um die Wanderstiefel mit der griffigen Sohle ergänzt, bevor ich eingestiegen bin. So habe ich trockene Füße und einen besseren Halt auf dem glitschigen Untergrund. Wir wandern durch dichten, tropfnassen Regenwald zur „Brücke nach Nirgendwo“.

Der Regenwald erobert Hänge und Ufer des Mangapurua.
Der Regenwald erobert Hänge und Ufer des Mangapurua.
Nebel, Wolken, Regen – alles vermischt sich.
Nebel, Wolken, Regen – alles vermischt sich.
Die „Brücke nach Nirgendwo“ (Bridge To Nowhere) über den Mangapurua, einen Nebenfluss des Whanganui.
Die „Brücke nach Nirgendwo“ (Bridge To Nowhere) über den Mangapurua, einen Nebenfluss des Whanganui.

Die Brücke hat man in den 30er Jahren errichtet. Sie ist aus Beton und wurde in Erwartung der Erschließung des umliegenden Gebietes durch eine Straße gebaut. Der Straßenbau fand jedoch nie statt und einige bereits bestehende Farmen in der Nähe wurden aufgegeben, so dass die Brücke nie ihren eigentlichen Zweck erfüllen konnte. Sie erscheint unwirklich, wie sie im (nun wieder) Nieselregen inmitten der dichten Vegetation auftaucht.

Auf der kurzen Wanderung habe ich unter anderem die Weiße Rata kennengelernt, eine Kletterpflanze aus der Familie der Eisenhölzer. Sie wächst im Gegensatz zu ihrer Verwandten, der Südlichen Rata (rotblühend), die Bäume hinauf.

Weiße oder Kletter-Rata (Metrosideros perforata).
Weiße oder Kletter-Rata (Metrosideros perforata).

An nächsten Tag geht es mit dem Jetboot wieder zurück. Der Fluss vor uns liegt stellenweise ruhig wie ein Spiegel.

Morgenstimmung am Whanganui.
Morgenstimmung am Whanganui.

Unsere Fahrt führt uns zunächst neben dem Fluss nach Wanganui. Der Regen ist hinter uns in den Bergen zurück geblieben, so dass es jetzt etwas trockener wird.

Auf dem Weg nach Wanganui – der Raukawa-Wasserfall
Auf dem Weg nach Wanganui – der Raukawa-Wasserfall

Wer sich in Wanganui einen Überblick über die Umgebung verschaffen möchte, kann auf den Durie Hill spazieren und dort den War Memorial Tower besteigen. Wenn man nicht die Stufen den Hügel hinauf nehmen möchte, kann man den Aufzug nutzen. Am Fuß des Hügels beginnt ein Tunnel, der an einem Aufzugschacht endet. Mit dem „Durie Hill Elevator“, der 1919 eröffnet wurde, geht es 66m in die Höhe. Nach einem kurzen Fußweg kann man dann die 176 Stufen der Wendeltreppe des Turms in Angriff nehmen.

Blick über den Whanganui auf den Durie Hill mit War Memorial Tower und Hügelstation des Aufzugs (rechts vom Turm).
Blick über den Whanganui auf den Durie Hill mit War Memorial Tower und Hügelstation des Aufzugs (rechts vom Turm).

Bei schönem Wetter wird man mit einem weiten Blick auf die Flussmündung, die Stadt oder das Hinterland bis zu den Bergen belohnt.

Hinter Wanganui mündet der Whanganui in die Tasman-See.
Hinter Wanganui mündet der Whanganui in die Tasman-See.

Auch in der Stadt gibt es viel zu entdecken.

„Bearing“ - Der Verlauf des Whanganui als Riss in einer Sphäre aus glänzendem Stahl.
„Bearing“ – Der Verlauf des Whanganui als Riss in einer Sphäre aus glänzendem Stahl.

Die Reise führt uns weiter, teilweise an der Küste entlang, nach Wellington.

Für diese Nacht habe ich eine ganz besondere Verabredung. Im Zealandia-Park (https://www.visitzealandia.com/) möchte ich endlich Neuseelands Nationalvogel, den Kiwi, sehen. In (relativ) freier Wildbahn. Zealandia ist ein großes, eingezäuntes Schutzgebiet. Dort wird versucht, die ursprüngliche Fauna und Flora Neuseelands zu bewahren und nicht-heimische Tiere und Pflanzen aus dem Gebiet zu verdrängen sowie dauerhaft fern zu halten. In diesem Wald kann man nachts bei einer geführten Wanderung Kiwis bei der Nahrungssuche beobachten. Im Rotlicht der eingefärbten und abgedunkelten Taschenlampen können auch andere Bewohner des Refugiums angeschaut werden. Dabei ist man über einen kleinen Audio-Empfänger mit dem Guide verbunden. So kann man zuhören und gleichzeitig die nähere Umgebung im Auge behalten. Einige Vögel waren zur hören, aber nicht zu sehen (z.B. der einheimische Ruru = Kuckuckskautz). Es ist erlaubt, Fotos zu machen, wenn man keinen Blitz, kein sichtbares AF-Hilfslicht und kein beleuchtetes Display verwendet. Das weiße bzw. helle Licht verschreckt im Gegensatz zum Rotlicht die nachtaktiven Tiere.

Suchbild mit Zwergkiwi (von hinten).
Suchbild mit Zwergkiwi (von hinten).

Der Besuch ist sehr empfehlenswert. Ich habe viel gesehen und besonders auch gehört. Die Rufe der Kiwis mischen sich mit denen anderer nachtaktiver Vögel und es entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Mit im Preis für die Nachtführung enthalten ist der Eintritt für den nächsten Tag, so dass man dann die tagaktiven Vögel beobachten kann. Damit ist es auch möglich, die Ausstellung im Eingangsgebäude etwas intensiver anzusehen.

Diese Möglichkeit habe ich genutzt. Der kostenlose Shuttle-Bus fährt z.B. in der Nähe der Touristen-Information (Wakefield Street, gegenüber dem Hotel West Plaza) ab.

Mit dem Shuttle ging es vom Park weiter zur Endstation des „Cable Car“ am botanischen Garten. Die Wanderung von hier aus durch den botanischen Garten, am Parlament vorbei zur Kirche „Old Saint Paul’s“ und weiter durch die Stadt, am Hafen entlang zum Nationalmuseum „Te Papa Tongarewa“ kann bei hochsommerlichen Temperaturen anstrengend sein, lohnt sich aber.

Auf halbem Wege kann man sich bei einer Führung durch das klimatisierte Parlamentsgebäude etwas abkühlen und dabei noch viel erfahren und auch sehen – z.B. den Sitzungssaal (https://www.parliament.nz/en/visit-and-learn/visit/guided-tours/). Fotografiert werden darf aber nicht.

Die historische Kirche „Old Saint Paul’s“ hat sehr schöne Glasfenster. Nicht nur die Kanzel und das Gestühl dieser Holzkirche sind mit schönen Schnitzereien verziert. Wer genug Zeit mitbringt, kann viele interessante Details entdecken. Ein Abstecher zu diesem hinter Bäumen versteckten Kleinod lohnt sich.

Am Hafen kann man sich später mit einem leckeren Eis belohnen, zum Beispiel mit der neuseeländischen Spezialität „Hokey pokey“.

Der Besuch im „Te Papa“ (https://www.tepapa.govt.nz/) ist zu empfehlen, es gibt sehr viele sehenswerte Exponate. Das Fotografieren ist mit Ausnahme von gekennzeichneten Exponaten oder Ausstellungen (z.B. „The world of Maori“) erlaubt. Unter anderem gibt es einen Riesen-Kalmar zu bestaunen, dessen Untersuchung und Präparierung neben dem Exponat in einem Film gezeigt werden. Er wird leider Anfang April 2018 aus der Ausstellung genommen und kehrt erst 2019 zurück.

Von Wellington aus wird es am nächsten Tag wieder nass – wir sind auf dem Wasser unterwegs. Zunächst mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel.

Mit der Fähre „Kaitaki“ unterwegs zur Südinsel.
Mit der Fähre „Kaitaki“ unterwegs zur Südinsel.

In Picton begeben wir uns an Bord eines ganz besonderen Seglers, der „Steadfast“. Der Skipper hat sie selbst anhand von Plänen der Jolie Brise, eines 1913 in Le Havre vom Stapel gelaufenen ehemaligen Lotsenbootes mit bewegter Geschichte  und Gewinnerin des ersten Fastnet Race, gebaut. Auf ihr erkunden wir einen Teil der Marlborough Sounds.

Mit gesetzten Segeln unterwegs …
Mit gesetzten Segeln unterwegs …
Die „Steadfast“.
Die „Steadfast“.

Unsere Fahrt führt uns in den Endeavour Inlet, wo wir in der Nähe des Queen Charlotte Tracks übernachten. Ich habe die Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang genutzt.

Traumhaft – Blick vom Queen Charlotte Track über Camps Bay.
Traumhaft – Blick vom Queen Charlotte Track über Camps Bay.
Morgenstimmung über der Bucht.
Morgenstimmung über der Bucht.

Am nächsten Tag geht es weiter – langsam hinein in die fantastische Natur der Südinsel. Davon aber mehr im nächsten Teil….

Sonnenuntergang...
Sonnenuntergang…

Eine Reise durch Neuseeland – Teil eins: ein Beginn, Sanddünen und Strände

Zunächst ein paar Worte vorab:
Diesen Beitrag schreibe ich als Gast im Blog von Volker, dem ich herzlich für diese Möglichkeit und die Unterstützung dabei danke. Mein erster Blogbeitrag…

Warum Neuseeland? Ein Land, in dem in unserem Winter Sommer ist. Dessen grandiose Landschaften Hauptrollen nicht nur in unbekannten Filmen spielen. Schon seit Jahren denke ich: „Irgendwann musst Du da mal hin…“

Dieses „Irgendwann“ kam im Januar 2018. Flug über Singapur. Abflug Donnerstag, kurz vor Mitternacht. Ankunft Samstag, kurz vor Mittag. Dabei nur drei Stunden Aufenthalt in Singapur. Das Reiseziel ist zugegebenermaßen mit „ungefähr einmal durch den Erdmittelpunkt“ schon sehr weit weg. Aber anderthalb Tage?! Ja, aufgrund der Zeitverschiebung. Wegen der Sommerzeit „gegenüber“ sind es in unserem Winter genau 12 Stunden, die uns die Kiwis voraus sind, was das Rechnen vereinfacht. Und die Kommunikation manchmal erschwert.

Um möglichst viel vom Land zu sehen, musste es eine Rundreise werden. Die Extras zu den bekannten Spielfilmen, einige Bücher und verschiedene Dokumentationen haben Wünsche geweckt. Welche Ziele sollten dabei sein? Wie lange braucht man, um das alles zu sehen?

Die üblichen Recherchen im Internet und den Katalogen verschiedener Reiseanbieter resultierten in einer Kombination von Bus-Rundreisen. Tausche Flexibilität gegen Rundum-Sorglos-Paket. Ein wenig skeptisch war ich schon. Das Ergebnis hat alle Erwartungen weit übertroffen. Meinen Reisebericht möchte ich in Volkers Blog in mehreren Teilen abgeben. So kann ich eine traumhafte Reise in Gedanken wiederholen. Und vielleicht interessiert sich danach der eine oder andere Leser etwas mehr für das „Land der langen weißen Wolke“.

Nach der Landung in Auckland blieb mir noch ein halber Tag, bis die erste Tour losging. Ausgerüstet mit Sonnenschutz für Haut und Augen (sprich: Sonnencreme und Brille), den Fotoapparat griffbereit, ging es los.

Der Skytower ist mit 328 m nur 40 m niedriger als der Berliner Fernsehturm. Den Besuch habe ich um ein paar Tage verschoben (schlechte Entscheidung…).

Blick auf den Skytower
Blick auf den Skytower

Die erste Reise führte in drei Tagen mit dem Veranstalter „Great Sights“ (https://www.greatsights.co.nz/new-zealand-tours) von Auckland bis ganz in den Norden der Nordinsel und wieder zurück. Die Busfahrer auf diesen Touren haben viele interessante Geschichten zu Land und Leuten zu erzählen.

Karte der Nordtour

Ausgangspunkt für die Erkundungen war Paihia in der Bay of Islands.

Willkommen in Paihia
Willkommen in Paihia

In den Waitangi Treaty Grounds gibt es Interessantes zu sehen, nicht nur das „Treaty House“.

Treaty House, Waitangi
Treaty House, Waitangi

Während einer Führung über das Gelände erfährt man viel über die Geschichte und Kultur der Maori und natürlich über den dort im Jahr 1840 erstunterzeichneten historischen Vertrag zwischen der britischen Krone und Maori-Häuptlingen der Nordinsel. Der Waitangi-Day am 6. Februar erinnert als nationaler Feiertag an diese Unterzeichnung von Neuseelands Gründungsdokument.

Wharenui (Versammlungshaus) in Waitangi
Waitangi Kriegs-Kanus (Waka)
Waitangi Kriegs-Kanus (Waka)

Auf dem Weg in den Norden lohnt sich ein Abstecher zu den majestätischen Kauri-Bäumen im Puketi-Forest.

Die Kauris vom Manginangina Kauri Walk
Die Kauris vom Manginangina Kauri Walk

Über teils nur geschotterte Pisten, die man sich mit großen Holztransportern teilt, gelangt man dorthin. Die umliegenden Pinien-Wälder werden bewirtschaftet, nach der „Ernte“ wird wieder aufgeforstet. Der (geschützte) Bestand an Kauri-Bäumen ist landesweit durch eine Krankheit stark gefährdet. Zum Schutz dieser teilweise viele Jahrhunderte alten Giganten sollten die Besucher die Holzstege nicht verlassen.

Manginangina Kauri Walk
Der Manginangina Kauri Walk

Kunstvoll gefertigte Schnitzereien und Möbel aus fossilem Kauri-Holz, das aus ehemaligen Sümpfen geborgen wird, kann man auf dem Rückweg dann bei „Kā Uri unearthed“ in Awanui bestaunen und erwerben.

Auf der weiteren Fahrt gen Norden laden immer wieder herrliche Strände zum Verweilen ein.

Der Strand von Taipa Bay
Der Strand von Taipa Bay

Ein weiterer Abstecher bietet die Möglichkeit, mit dem Sandboard große Sanddünen hinabzufahren. Über den Te Paki – Fluss kommen geländegängige Fahrzeuge bei Niedrigwasser dorthin.

Die Sanddünen am Te Paki
Die Sanddünen am Te Paki

Weiter geht es bis zum Ende des State Highway 1. Auf dem Spaziergang zum Leuchtturm von Cape Reinga kann man das Farbenspiel an der Grenze zwischen der Tasmanischen See und dem Südpazifik bewundern.

Wo sich Tasmanische See und Südpazifik treffen
Wo sich Tasmanische See und Südpazifik treffen

Das Kap ist nicht ganz der nördlichste Punkt des Festlands. Der Leuchtturm ist ein beliebtes Fotomotiv. Den Maori heilig ist der uralte Pohutukawa-Baum, der sich in einiger Entfernung östlich davon an die ins Meer ragenden Felsen klammert. Der Legende nach treten von hier aus die Seelen der Verstorbenen die Reise nach Hawaiki, dem Land der Ahnen, an.

Der Leuchtturm von Cape Reinga (links) und der uralte Pohutukawa auf der vorletzten Klippe rechts
Der Leuchtturm von Cape Reinga (links) und der uralte Pohutukawa auf der vorletzten Klippe rechts

Unser Rückweg vom Kap führt über den bei Ebbe und gutem Wetter befahrbaren langen Strand „Ninety-Mile-Beach“.

Eine etwas andere Straße
Eine etwas andere Straße

Tatsächlich ist der Strand keine 90 Meilen lang. Der Fahrer bot zwei Alternativen an, was den Namen angeht. Ich gebe sie beide wieder.

  1. Der Strand ist tatsächlich fast 90 km lang, das wurde irrtümlich als Längenangabe in Meilen übernommen.
  2. Ein Pferde-Fuhrwerk schaffte ca. 30 Meilen am Tag. Drei Tage dauerte die Reise über die gesamte Länge, also mussten es 90 Meilen sein.

Das Nachvollziehen dieser Tour mit einem normalen Pkw ist nicht empfehlenswert, auch wenn der Strand offizieller Teil des Fernstraßennetzes ist. Die Befahrbarkeit hängt von den Wasser- und Sandverhältnissen ab. Der Bus ist eine Spezialanfertigung mit extra starkem Motor und großer Bodenfreiheit, so dass das Benutzen der aufgeschütteten Rampen zum Befahren und Verlassen des Strandes problemlos, wenn auch ein wenig „bumpy“ – holprig – war. Das war eines meiner Lieblingswörter in diesem Urlaub. Von leichten Turbulenzen im Flugzeug bis zu meterhohen Wellen in der Bay of Islands – der jeweilige Käpt’n sprach immer von „A little bit bumpy.“

Dieses „bumpy“ ist der Grund, weshalb ich Bilder von der Bootsfahrt in Richtung „Hole in the Rock“ in der Bay of Islands schuldig bleibe. Dieses Fahrtziel wurde aus Sicherheitsgründen nicht angesteuert.

Logbuch einer Bootsfahrt - a little bit bumpy
Logbuch einer Bootsfahrt – a little bit bumpy

Der Aufenthalt auf der Insel Urupukapuka bot die Möglichkeit für eine kurze Wanderung. Malerisch der riesige, etwas windzerzauste Pohutukawa über der Bucht.

Der alte Pohutukawa thront über der Bucht
Der alte Pohutukawa thront über der Bucht

Diese Bäume blühen normalerweise um die Weihnachtszeit, in dieser Saison aber schon im November, so dass nur noch an wenigen Exemplaren vereinzelte Blüten zu sehen waren.

Letzte Blüten des
Letzte Blüten des „Neuseeländischen Weihnachtsbaums“

Im nächsten Teil geht es zurück nach Auckland und von dort nach Matamata, besser bekannt als Hobbiton.

Im nächsten Teil ... Coming soon
Im nächsten Teil … Coming soon

Blogpause wegen Blitzeinschlag

Diesen Blogbeitrag schreibe ich zum ersten Mal mit meinem Smartphone, da letzten Samstag aufgrund eines Blitzeinschlags in unmittelbarer Nähe mein Router den Geist aufgegeben hat.

Auf der gesamten Straße war die Telefonleitung defekt, mittlerweile funktioniert es wohl wieder. Der neue Router soll morgen kommen. Dann werde ich mal prüfen, ob nicht auch noch die Kabel defekt sind. Solch einen Blitzeinschlag habe ich noch nie erlebt, es war heftig und sehr laut!

Daher werde ich meinen nächsten ausführlichen Blogbeitrag erst wieder in einigen Tagen veröffentlichen können.

Ich werde in der Zwischenzeit versuchen, meinen Leserückstand aufzuholen 😊

In diesem Sinne: bis bald!

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