Buchtipp: Stephen Hawking – Kurze Antworten auf Grosse Fragen

Quelle: Klett-Cotta Verlag

„Denkt also daran, zu den Sternen zu schauen, und nicht auf eure Füße. Versucht zu verstehen, was ihr seht, und fragt euch, wie das Existieren des Universums möglich ist.

Seid neugierig! Und ganz egal, wie schwierig euch euer Leben vorkommt: Es gibt immer etwas, das ihr tun – das ihr erfolgreich tun könnt. Gebt nie auf, das ist am wichtigsten! Lasst eurer Phantasie freien Lauf! Gestaltet die Zukunft!“

Quelle: Stephen Hawking – Kurze Antworten auf grosse Fragen

Mit diesen Sätzen endet das letzte Buch von Stephen Hawking, es ist zugleich sein Vermächtnis.

Am 14.03.2018 starb der berühmte Astrophysiker und Kosmologe Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren.
Ich habe von ihm mehrere Bücher gelesen. Besonders beeindruckt hat mich bisher sein bekanntestes Werk : Eine kurze Geschichte der Zeit.

Nun ist sein letztes Buch erschienen, an dem er in seinem letzten Lebensjahr noch gearbeitet hat und das nach seinem Tod von seiner Familie und engsten Freunden fertig gestellt wurde. Das Buch liest sich leicht und faszinierend zugleich, es ist ein Appell an alle Menschen auf unserer Erde.

Das Buch beinhaltet folgende Kapitel:

– Gibt es einen Gott?
– Wie hat alles angefangen?
– Gibt es anderes intelligentes Leben im Universum?
– Können wir die Zukunft vorhersagen?
– Was befindet sich in einem Schwarzen Loch?
– Sind Zeitreisen möglich?
– Werden wir auf der Erde überleben?
– Sollten wir den Weltraum besiedeln?
– Wird uns Künstliche Intelligenz überflügeln?
– Wie gestalten wir unsere Zukunft?

Stephen Hawking versucht, diese Fragen jeweils verständlich und kurz zu beantworten, daher auch der Titel des Buches.
Nach jedem Kapitel beantwortet der Autor dazu nochmals eine Frage, die auf das Thema des jeweiligen Kapitels Bezug nimmt.

Besonders beeindruckt haben mich seine Ausführungen zu den Themen „Gibt es anderes intelligentes Leben im Universum?“, „Sind Zeitreisen möglich?“ und „Werden wir auf der Erde überleben?“.

Das Buch versteht sich gleichzeitig als eine Mahnung, unseren Heimatplaneten besser vor den Gefahren unserer Gegenwart zu schützen, insbesondere vor den Folgen des Klimawandels, der Überbevölkerung und der Gefahren eines Atomkrieges.

Der Autor rät auch dazu, sich rechtzeitig Gedanken über die Besiedlung anderer Planeten zu machen, bevor die Erde durch die Folgen der oben genannten Probleme unbewohnbar werden sollte. Auch warnt er vor den Gefahren der sog. Künstlichen Intelligenz.

Besonders bewegend ist für mich das Nachwort von Lucy Hawking, seiner Tochter.

Nach der Lektüre habe ich einige Kapitel bereits zum zweiten Mal gelesen, das sagt für mich schon alles über die Faszination dieses Buches aus.

Mein Fazit:
„Kurze Antworten auf Grosse Fragen“ ist ein faszinierendes und zugleich aufrüttelndes Buch des berühmtesten Wissenschaftlers unserer Zeit – unbedingt lesen!

Hier ein Video mit der letzten öffentlichen Rede von Stephen Hawking (neben ihm steht seine Tochter Lucy). Es können Untertitel in Englisch oder Deutsch eingeblendet werden.


Quelle: Ganesh Matkar/YouTube

siehe auch:
Zum Tod von Stephen Hawking – ein Nachruf von Harald Lesch

Das war: „Lichtjahre voraus 2018“ in der Stadtbibliothek Köln


Quelle: NASA, Astronaut (DLR CC-BY 3.0), „Lichtjahre voraus“ am 03.12.2018

Am 03.12.2018 bin ich (nach 2016) zum zweiten Mal der Einladung der Stadtbibliothek Köln gefolgt und habe die jährliche Veranstaltung „Lichtjahre voraus“ in der Kölner Zentralbibliothek am Neumarkt besucht.
„Lichtjahre voraus“ ist Teil der Reihe geeks@cologne, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet.

Diesmal war auch die European Space Agency (ESA) mit dabei! Der nächste deutsche Astronaut Dr. Matthias Maurer hatte sein Kommen angekündigt.

Der Andrang war groß und es hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Eingang der Zentralbibliothek gebildet, als ich um 18.30 Uhr dort eintraf. Vor und nach Beginn der Veranstaltung mussten immer noch Stühle aufgebaut werden, schließlich wollten alle Besucher den neuen Astronauten live erleben.

Dr. Thomas Mernik vom DLR (Abteilung „Extraterrestrik) eröffnete den Abend mit einem Vortrag über das Thema „Dunkle Energie“ und das deutsche Röntgenteleskop eROSITA.

Dr. Thomas Mernik während seines Vortrags

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir: das uns zurzeit bekannte Universum besteht zu 70 % aus dunkler Energie, ca. 26% aus dunkler Materie und nur 4% des Universums können wir in Form von Galaxien, Sternen, Planeten etc. direkt wahrnehmen. Ob die Theorie der dunklen Energie bzw. Materie in einigen Jahren noch aktuell ist, steht wahrlich in den Sternen.

Anschließend hielt Dr. Arianit Preci, DLR, Abteilung „Technik für Raumfahrtsysteme und Robotik“ einen Vortrag über Antriebstechnologien in der Raumfahrt.

Dr. Arianit Preci während seines Vortrags

In diesem Vortrag wurden die derzeit bekanntesten Antriebstechnologien erläutert, auch mit einem Blick auf das geplante Projekt Breakthrough Starshot, bei dem ein Kleinstraumflugkörper mit Lichtsegeln mittels sehr starkem Laserlicht auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden soll, um so zunächst Alpha Centauri (das zur Sonne nächstgelegene Sternsystem) zu erreichen, dort Daten zu ermitteln und zur Erde zurückzusenden.

Nach den ersten beiden Vorträgen konnten sich die Teilnehmer in einer Pause entspannen, die Bibliothek hatte großzügig Getränke (gegen freiwillige Spende) bereitgestellt. Ich nutze die Pause auch für ein Foto mit dem neuen deutschen Astronauten Dr. Matthias Maurer, nochmals vielen Dank!

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer

Nach der Pause ging es weiter mit dem Vortragenden Dr. Jürgen Schlutz, DLR, Abteilung „ESA-Angelegenheiten“ und einem Missionsupdate zum ISS-Aufenthalt von Alexander Gerst und zu zukünftiger Exploration über die ISS hinaus

Dr. Schlutz während seines Vortrags
Astronaut Dr. Alexander Gerst und  Serena Auñón-Chancellor
Alexander Gerst mit dem ersten Roboter CIMON an Bord
Halloween auf der ISS

Am 3. Dezember 2018 startete die neue Crew der Expedition 58 zur ISS und dockte 6 Stunden später an der Raumstation an.

Besonders gespannt war ich auf den Vortrag des neuen ESA-Astronauten Dr. Matthias Maurer zum Thema: „Astronautische Raumfahrt heute und morgen“.

Dr. Maurer gab einen Überblick über die Fertigstellung der ISS im Jahr 1998 (seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt) bis hin zur aktuellen Expedition 57 mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst (derzeit Kommandant), der US-Astronautin Serena Maria Auñón-Chancellor und dem russischen Kosmonauten Sergei Prokopjew. Am Abend des 3.12.18 dockte die neue Crew der Expedition 58 an der Raumstation an.

Ferner stellte er die einzelnen Abschnitte während seiner Ausbildung zum Astronauten vor. Dabei sprach er u.a. über Einsätze in China (Zusammenarbeit mit chinesischen Taikonauten), Trainingseinheiten auf dem Meeresgrund vor Florida (NEEMO 21) und in Höhlen auf Lanzarote.

Abschließend sprach er über geplante bemannte Missionen auf dem Mond und zukünftige Raumflüge zum Mars. Wirklich faszinierend!

ESA-Astronaut Matthias Maurer während seines Vortrags

Anschließend beantworteten die Vortragenden weitere Fragen aus dem Publikum. Der Abend endete wieder mit einer Verlosung verschiedener attraktiver Weltraum-Accessoires. Hauptgewinn war eine ca. 2,5 stündige Führung durch den Kölner Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt!

Mein Fazit:
Es war mal wieder ein galaktisch interessanter Abend! Und wo hat man schon mal die Gelegenheit, einen Astronauten zu treffen. Das war in diesem Jahr bei „Lichtjahre voraus“ ein ganz besonderes Highlight!

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der Stadtbibliothek Köln.

UPDATE vom 10.12.2018:

Die Stadtbibliothek hat heute alle 4 Vorträge online gestellt. Hier sind sie nochmal zum Nachschauen:


Alle Videos Quelle: StadtbibliothekKoeln/YouTube

siehe auch: 
Weitere Fotos von "Lichtjahre voraus 2018" im Blog von Daniel Fischer

 

Der Mond am Abend des 18.08.2018

Der zunehmende Mond präsentierte sich am Abend des 18.08.2018 besonders eindrucksvoll!
Bisher habe ich meine Mond-Fotos frei aus der Hand aufgenommen, diesmal habe ich das Stativ benutzt.

Ich finde, es hat sich gelohnt :-)
Zum Vergrößern 2 x auf das Foto klicken.

Panasonic Lumix DMC-G5, Blende F/5.6, 1/400 Sek., ISO-1000, Brennweite 200 mm

Der Mond am Abend des 26.05.2018

Während gestern Abend die Raumstation ISS um 22.44 MESZ von West nach Ost über uns hinweg flog (was wieder sehr gut zu sehen war), stand der Mond ebenfalls sehr malerisch am Himmel.
Hier eine gelungene Aufnahme frei aus der Hand.

Einige Minuten später habe ich auf Twitter die traurige Nachricht gelesen, dass der 4. Mensch auf dem Mond – Astronaut Alan Bean – mit 86 Jahren verstorben ist. Mit Apollo 12 landete er im November 1969 im „Ozean der Stürme“ auf dem Mond.

Nach seinem Mondflug war er Kommandant der 2. Skylab-Mission und umkreiste in der amerikanischen Raumstation die Erde für 59 Tage.
Nach seinen Weltraum-Missionen verarbeitete er seine Erlebnisse in seinen Gemälden, die weltweit große Beachtung fanden.

Jetzt leben nur noch 4 Menschen, die in den Jahren von 1969 bis 1972 den Mond betreten haben.

Hier noch einmal der Flug von Apollo 12 im November 1969.


Quelle: SpaceRip/YouTube

Mond-Schnappschüsse

Aufnahmen mit der neuen Panasonic-Videocamera mit 3000fach digitalem Zoom!!!
Ohne Stativ fast unmöglich ohne Wackeln aufzunehmen. Fotos vom Film.

Auf dem ersten Foto ist in der Mitte das „Meer der Ruhe“ zu sehen, der Landeplatz der ersten Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969.

Zum Vergrößern auf das Foto klicken.