Buchtipp: Dark Matter – Der Zeitenläufer (Blake Crouch)

Quelle: Goldmann Verlag

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das seines hätte sein können. In diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren und er selbst ist ein gefeierter Wissenschaftler. Auf der Suche nach seiner eigenen Realität begibt Jason sich auf eine atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontiert. Denn Jason erfährt, was gewesen wäre, wenn…

Als mein Sohn mir vor einigen Wochen das sehr schön gestaltete Buch „Dark Matter – Der Zeitenläufer“ des amerikanischen Autors Blake Crouch mit dem Satz „Das musst du unbedingt lesen“ in die Hand drückte, ahnte ich schon, dass dieser Roman den „Zeitreisenden“ bestimmt faszinieren würde. Eine Kollegin hatte mir das Buch ebenfalls schon vor einigen Monaten empfohlen, jetzt war es also soweit.
Um eins vorweg zu nehmen: ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Einfach nur mega-spannend!

Worum geht es?
Sicherlich hat sich jeder Mensch schon einmal die Frage gestellt, wie sich das eigene Leben geändert hätte, wenn man zu irgendeinem Zeitpunkt einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Wäre ich dann glücklicher und zufriedener? Und was wäre, wenn es von dieser anderen Realität noch unzählige andere „Realitäten“ geben würde?

Inhalt
Der College-Professor Jason Dessen verlässt eines Abends seine Familie, um sich spontan mit einem Kumpel vom College in einer Kneipe zu treffen. Er kehrt jedoch nicht mehr zurück, denn auf dem Rückweg wird er von einem maskierten Mann überfallen und niedergeschlagen.
Als er anschließend wieder erwacht, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund“. Jason ist zwar zurückgekehrt, doch er stellt fest, dass er seine Frau nie geheiratet hat und sein Sohn nie geboren wurde. Und er ist auch kein College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Wie kann das sein?

Meine Gedanken zum Roman
Wie schon eingangs erwähnt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Hauptdarsteller erlebt nämlich nicht nur diese eine andere Realität, sondern auf seiner abenteuerlichen Reise gelangt Jason in ganz unterschiedliche Welten. Viele haben mit seiner vertrauten Umgebung gar nichts gemeinsam, manche Welten unterscheiden sich nur ganz geringfügig von seiner eigenen Welt. Und irgendwann stellt sich der Leser die Frage, welche Welt ist nun die einzig wahre Welt? Können wir nur eine Welt wahrnehmen, obwohl vielleicht unzählige Parallelwelten dazu existieren?

Blake Crouch hat mit dem „Zeitenläufer“ einen außerordentlich packenden Science-Fiction-Roman geschrieben. Der Leser findet sich im Roman selbst wieder, denn jeder hat sich schon einmal die Frage gestellt: „Was-wäre-wenn?“. Der Roman zeigt auf, dass jede Entscheidung im Leben eine weitere Entscheidung bewirkt. Jason Dessen durchlebt unzählige Parallelwelten und hat am Ende nur den einen Wunsch, in seiner ursprüngliche Welt wieder anzukommen. Ob ihm das gelingt, möchte ich hier natürlich nicht verraten.

„Dark Matter – Der Zeitenläufer“ ist ein spannender Mix aus Quantenphysik, Thriller und Science-Fiction. Der Inhalt ist spannend, ungewöhnlich, teilweise beängstigend und gleichzeitig faszinierend!
Auf die geplante Verfilmung des Romans bin ich sehr gespannt. Ich habe den Ausflug in verschiedene Parallelwelten sehr genossen!

Wie der schöne Buchumschlag von „Dark Matter“ entstanden ist, erläutert folgendes Video.

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: Verlagsgruppe Random House/YouTube

siehe auch:
Website des Autors Blake Crouch

Buchtipp: Paradox 3 (Phillip P. Peterson)

Quelle: Books on Demand, Phillip P. Peterson

Ed und seine Crew brachten von ihrer letzten Mission ein Wurmloch in ein neues Universum mit. Doch die Menschen lehnen das kosmische Geschenk ab und greifen die außerirdische Intelligenz im äußeren Sonnensystem an.

Während sich zwischen Menschen und Außerirdischen ein unbarmherziger Krieg entwickelt, reisen Ed und seine Freunde mit der Helios an einen fernen Ort, um das ungewöhnlichste Artefakt unseres Universums zu untersuchen. Dabei stoßen die Astronauten auf die Hinterlassenschaften einer ausgestorbenen Zivilisation, deren Macht selbst die der Erbauer der Sphären übertrifft. Und um die Menschheit zu retten, muss David das Geheimnis des Artefakts lüften und Ed muss sich seinen schlimmsten Ängsten stellen.

Nachdem ich im März 2016 und März 2018 über die Romane „Paradox“ und „Paradox 2“ von Phillip P. Peterson berichtet habe (siehe Links unter dem Artikel), erschien vor einigen Tagen mit „Paradox 3“ der dritte und letzte Roman der Reihe.

Nachdem ich „Paradox 2“ – wie auch alle anderen Bücher des Autors – im Eiltempo regelrecht verschlungen habe, hatte ich nicht mehr mit einem Nachfolgeroman gerechnet. Doch dieser Roman ist noch einmal eine Steigerung!
Ed und seine Crew brachten von ihrer letzten Mission der „Helios“ ein Wurmloch in ein neues Universum mit und die Außerirdischen verhinderten einen nahenden Atomkrieg, in dem die Menschheit sich selbst vernichtet hätte.
Das Wurmloch soll der Menschheit dazu dienen, in nicht allzu ferner Zukunft die Erde zu verlassen und in ein anderes Universum zu wechseln, wenn die Erde unbewohnbar sein wird.

Im vorliegenden Roman nimmt die Menschheit das Geschenk jedoch leider nicht an, weil einige Politiker versuchen, die Außerirdischen anzugreifen und zu vernichten.
Um eine drohende Vernichtung des Planeten Erde durch die Außerirdischen zu verhindern, müssen Ed, David, Wandy und Grace  in einem Raumschiff der Außerirdischen bis an die Grenzen unseres bekannten Universums und darüber hinaus reisen. Am Ende der Reise entdecken sie ein Artefakt, dass älter als das bekannte Universum ist. Was die Raumfahrer auf einem unvorstellbar großen Planeten entdecken, übertrifft selbst die Macht der Außerirdischen. Auch auf dieser Reise werden sie wieder von einem besonderen Passagier begleitet, im letzten Roman war es Einstein…

Phillip P. Peterson versteht es wieder gekonnt, den Leser bis an die Grenzen seiner Phantasie mitzunehmen. Das Buch liest sich wieder sehr spannend und einmal angefangen, möchte man die Lektüre nicht mehr unterbrechen. Es ist wie eine Sucht, ich habe daher den Roman bewusst in Abschnitten gelesen.
Im letzten Teil des Romans werden neueste kosmologische Erkenntnisse – insbesondere über schwarze Löcher – vermittelt. Diesen Teil hätte ich mir gerne etwas ausführlicher gewünscht, um den Inhalt besser nachvollziehen zu können. Das ist schon intensive Kost.
Bewegend war auch das Schicksal eines Raumfahrers am Ende des Romans.

Fazit:
„Paradox 3“ ist ein würdiger Abschluss der Trilogie, wobei mich der erste Roman besonders begeistert hat.
Auch in diesem Roman gelingt es Phillip P. Peterson perfekt, den Leser bestens zu unterhalten und zugleich kosmologisches Wissen zu vermitteln. Auf weitere Romane von PPP bin ich sehr gespannt, vor allem erstmal Transport 4!

Hinweis: ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Autor freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt.

Eine aktuelle Reportage des WDR über den Autor finden Sie hier.

siehe auch:
Homepage von Phillip P. Peterson
Buchtipp: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“
Buchtipp: Paradox ² (Phillip P. Peterson)

Buchtipp: Stephen Hawking – Kurze Antworten auf Grosse Fragen

Quelle: Klett-Cotta Verlag

„Denkt also daran, zu den Sternen zu schauen, und nicht auf eure Füße. Versucht zu verstehen, was ihr seht, und fragt euch, wie das Existieren des Universums möglich ist.

Seid neugierig! Und ganz egal, wie schwierig euch euer Leben vorkommt: Es gibt immer etwas, das ihr tun – das ihr erfolgreich tun könnt. Gebt nie auf, das ist am wichtigsten! Lasst eurer Phantasie freien Lauf! Gestaltet die Zukunft!“

Quelle: Stephen Hawking – Kurze Antworten auf grosse Fragen

Mit diesen Sätzen endet das letzte Buch von Stephen Hawking, es ist zugleich sein Vermächtnis.

Am 14.03.2018 starb der berühmte Astrophysiker und Kosmologe Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren.
Ich habe von ihm mehrere Bücher gelesen. Besonders beeindruckt hat mich bisher sein bekanntestes Werk : Eine kurze Geschichte der Zeit.

Nun ist sein letztes Buch erschienen, an dem er in seinem letzten Lebensjahr noch gearbeitet hat und das nach seinem Tod von seiner Familie und engsten Freunden fertig gestellt wurde. Das Buch liest sich leicht und faszinierend zugleich, es ist ein Appell an alle Menschen auf unserer Erde.

Das Buch beinhaltet folgende Kapitel:

– Gibt es einen Gott?
– Wie hat alles angefangen?
– Gibt es anderes intelligentes Leben im Universum?
– Können wir die Zukunft vorhersagen?
– Was befindet sich in einem Schwarzen Loch?
– Sind Zeitreisen möglich?
– Werden wir auf der Erde überleben?
– Sollten wir den Weltraum besiedeln?
– Wird uns Künstliche Intelligenz überflügeln?
– Wie gestalten wir unsere Zukunft?

Stephen Hawking versucht, diese Fragen jeweils verständlich und kurz zu beantworten, daher auch der Titel des Buches.
Nach jedem Kapitel beantwortet der Autor dazu nochmals eine Frage, die auf das Thema des jeweiligen Kapitels Bezug nimmt.

Besonders beeindruckt haben mich seine Ausführungen zu den Themen „Gibt es anderes intelligentes Leben im Universum?“, „Sind Zeitreisen möglich?“ und „Werden wir auf der Erde überleben?“.

Das Buch versteht sich gleichzeitig als eine Mahnung, unseren Heimatplaneten besser vor den Gefahren unserer Gegenwart zu schützen, insbesondere vor den Folgen des Klimawandels, der Überbevölkerung und der Gefahren eines Atomkrieges.

Der Autor rät auch dazu, sich rechtzeitig Gedanken über die Besiedlung anderer Planeten zu machen, bevor die Erde durch die Folgen der oben genannten Probleme unbewohnbar werden sollte. Auch warnt er vor den Gefahren der sog. Künstlichen Intelligenz.

Besonders bewegend ist für mich das Nachwort von Lucy Hawking, seiner Tochter.

Nach der Lektüre habe ich einige Kapitel bereits zum zweiten Mal gelesen, das sagt für mich schon alles über die Faszination dieses Buches aus.

Mein Fazit:
„Kurze Antworten auf Grosse Fragen“ ist ein faszinierendes und zugleich aufrüttelndes Buch des berühmtesten Wissenschaftlers unserer Zeit – unbedingt lesen!

Hier ein Video mit der letzten öffentlichen Rede von Stephen Hawking (neben ihm steht seine Tochter Lucy). Es können Untertitel in Englisch oder Deutsch eingeblendet werden.

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: Ganesh Matkar/YouTube

siehe auch:
Zum Tod von Stephen Hawking – ein Nachruf von Harald Lesch

Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte (Roman von Bernhard Hennen)

Quelle: Verlag: FISCHER Tor

Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird …
Quelle: Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte (Klappentext)

Als Science Fiction-Leser habe ich bisher um Fantasy-Romane einen großen Bogen gemacht, ich konnte mich bisher mit diesem Genre nicht anfreunden.
Über den Autor Robert Corvus und die mit Bernhard Hennen gemeinsam geschriebene  Phileasson-Saga wurde ich erstmalig im letzten Jahr auf Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1 aufmerksam.

Bernhard Hennen stürmte mit seiner Elfen-Saga alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren.
Da mich die wunderschöne Gestaltung der Leinenausgabe sehr ansprach (siehe Bild oben) und Robert Corvus in seinem YouTube-Kanal die neue Trilogie von Bernhard Hennen – Die Chroniken von Azuhr – vorstellte, habe ich mir das Buch im Verlag FISCHER Tor bestellt und war sehr gespannt, ob mir die Handlung zusagen würde.
Um es gleich vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht.

Um was geht es in diesem Buch?
Azuhr ist eine Welt, die viele Aspekte mit unserem späten Mittelalter teilt. Während der Lektüre fühlte ich mich nach Italien versetzt, nur zu einer anderen Zeit.
In Azuhr erwacht eine bis dahin unbekannte Form von Magie. Die Helden des Romans sind der junge Milan Tormeno, der gegen seinen Vater, dem Erzpriester Nandus Tormeno, rebelliert. Milan soll dem Vater als Erzpriester folgen, doch er widersetzt sich den Plänen seines Vaters.
Bei seiner Rebellion gegen den Vater erweckt er eine Märengestalt – den Krähenmann – zum Leben. Der Krähenmann zieht abends durch die dunklen Gassen und raubt die Kinder, die ihm begegnen.
An der Seite Milans kämpft die junge Diebin Felicia und die geheimnisvolle Nok, eine verführerische Konkubine. Und nichts ist im Laufe der Handlung so, wie es am Anfang den Anschein hat…
Sein Weg führt ihn in ein Netz voller Intrigen und den Bann einer alten Prophezeiung, die vorhersagt, dass die Magie ein neues Zeitalter erreichen wird, wenn der „schwarze Mond“ angekommen ist…

Was hat mir gefallen?
Bernhard Hennen hat einen sehr angenehmen, schwungvollen und flüssigen Schreibstil. Die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang und der Leser wird nach und nach in die Handlung eingeführt. Der Roman liest sich sehr flüssig und die Handlung ist spannend. Erst im letzteren Teil nimmt die Magie eine größere Rolle ein, überwiegend sehr spannend und manchmal auch mit einer Prise Humor.
Das Schicksal einer Protagonistin hat mich schon sehr mitgenommen. Aber da die Chroniken auf drei Bände konzipiert sind, erhoffe ich mir doch noch eine entsprechende Wendung.

Was hat mir nicht gefallen?
Ehrlich gesagt sehr wenig. Ich war sehr überrascht, dass ich mich in der Welt von Azuhr so schnell zurecht fand, die Geschehnisse um Milan, Felicia und Nok sind faszinierend. Am Endes des Romans kam bei mir unweigerlich die Frage auf, wie es denn nun weiter geht. Die Schlussszene fand ich besonders gelungen.

Und nun?
Am 26.09.2018 erschien der zweite Band der Chroniken von Azuhr – Die weiße Königin.
Auch der dritte Band – Der träumende Krieger – (der am 25.09.2019 erscheinen wird), erscheint wieder in drei Ausführungen: als broschiertes Taschenbuch, als gebundenes Buch und natürlich auch als Ebook.

Auf meiner Bücher-Wunschliste steht daher ganz sicher erstmal Band 2 der Chroniken, natürlich wieder als gebundenes Buch. Einfach toll anzusehen (und anzufassen)! Diese Leinenausgabe ist – wie bei Band 1 – auf 666 Exemplare limitiert und vom Autor signiert.

Quelle: Verlag: FISCHER Tor
Quelle: Verlag: FISCHER Tor

Mein Fazit:
Bernhard Hennen ist es wirklich gelungen, mich in die Fantasy-Welt zu entführen und ich bin sehr gespannt, wie es mit Milan Tormeno und den Märengestalten jetzt weiter geht. Ein gewisses Suchtpotential ist auf jeden Fall vorhanden, das hätte ich nicht gedacht.

Ich habe Bernhard Hennen auf dem Colonia Con in Köln am 29.09.18 getroffen und mich kurz mit ihm unterhalten. Es ist wirklich sehr sympathisch!
Jetzt habe ich doch schon fast Lust auf seine berühmte Elfen-Saga! Doch erstmal muss ich auch in der Phileasson-Saga weiterlesen, das wohl!
Ich werde in Kürze über Band 1 der Saga – NORDWÄRTS – berichten.

siehe auch:
Homepage von Bernhard Hennen

Buchtipp: „Das schwarze Schiff“ – Phillip P. Peterson

„Das Schwarze Schiff“ – © Books on Demand Phillip P. Peterson

Captain Jeff Austin und seine Crew stranden im interstellaren Leerraum, nachdem ihr Bomber bei einem Einsatz schwer beschädigt wurde.
Ihre letzte Hoffnung ist ein riesiges außerirdisches Raumschiff, das scheinbar verlassen zwischen den Sternen treibt. Sie bahnen sich einen Weg hinein. Doch dann wird die Befürchtung zur Gewissheit: Sie sind an Bord nicht allein und schon bald bedrohen unheimliche Wesen die Gestrandeten.
Es scheint nur einen Ausweg zu geben: Jeff macht sich mit den letzten Überlebenden auf den Weg zum weit entfernten Zentrum des Schiffes, um dem finsteren Geheimnis der Außerirdischen auf die Spur zu kommen.
Doch nichts kann sie auf das Grauen vorbereiten, das tief im Inneren des schwarzen Schiffes auf sie wartet.
(Quelle: Klappentext, Das schwarze Schiff – Phillip P. Peterson)

Nachdem ich bisher alle Bücher von Phillip P. Peterson regelrecht „verschlungen“ habe, war ich auf das neueste Werk des Autors mal wieder sehr gespannt – und wurde nicht enttäuscht.

Diesmal handelt es sich nicht nur um eine reine Science Fiction-Story, sondern eine gehörige Portion Horror gehört auch dazu.

In einer fernen Zukunft beherrscht die Menschheit die überlichtschnelle Raumfahrt, doch leider gehören Kriege immer noch zur Tagesordnung.
Ein gestrandetes Raumschiff mit Captain Jeff Austin und seiner Crew treibt mit einem defekten Triebwerk im All und entdeckt als letzte Hoffnung ein großes außerirdisches Raumschiff, dass die Gestrandeten aufnimmt.
Die Besatzung kann mit einem Computer kommunizieren und es werden großzügig Räume und Verpflegung zur Verfügung gestellt.
Doch schon bald bemerkt die Mannschaft, dass sie nicht allein in diesem riesigen Raumschiff sein kann. Bei der Erkundung des Schiffs werden die Besatzungsmitglieder nach und nach auf bestialische Art und Weise ermordet und die restliche Crew muss erkennen, dass das Grauen mitten unter ihnen weilt.

Die Handlung hat mich wieder einmal sehr gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn ich die Beschreibung der ermordeten Personen nicht so detailreich gebraucht hätte, packten mich gerade diese Seiten besonders und das Gefühl des Grauens wurde geradezu greifbar. Im Laufe der Zeit wurde die Handlung fast unerträglich und die spannende Auflösung der Geheimnisse des riesigen Raumschiffs kam genau zur richtigen Zeit.

Das Ende des Romans kam für mich etwas zu schnell, das hätte gerne noch etwas ausführlicher sein können. Auch wie sich der beschriebene Bösewicht in der Handlung so verhalten und durchsetzen konnte, war stellenweise für mich nicht immer nachvollziehbar.
Aber das mag jeder Leser für sich entscheiden. Auch wenn ich bisher bewusst nicht viel SF-Horror gelesen habe, so hat mich dieser Roman doch sehr mitgenommen.

Nach der Lektüre habe ich jetzt nur ein großes Problem: hoffentlich brauche ich nicht allzu lange auf den nächsten Roman von Phillip P. Peterson zu warten. Irgendwie warte ich sehnsüchtig auf Paradox 3.

Zum Autor:
Phillip P. Peterson arbeitete als Ingenieur an zukünftigen Trägerraketenkonzepten und im Management von Satellitenprogrammen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen schrieb er für einen Raumfahrtfachverlag.
„Transport“ war sein erster Roman, der Platz 1 der Science-Fiction-Romane bei Amazon und bei Audible erreichte und aus dem sich schließlich eine erfolgreiche Trilogie entwickelte, deren erster Teil in englischer Sprache soeben in den USA erschienen ist.
Mit „Paradox“ gelang ihm schließlich ein Astronautenthriller, der 2015 den Kindle Storyteller-Award gewann und 2016 den 3. Platz des deutschen Science-Fiction-Preises erlangte.

Weitere Informationen über Phillip P. Peterson und seine Werke sind auf der Website Raumvektor zu finden.

Der Autor hat auch einen eigenen YouTube-Kanal, hier der Trailer zum Roman.

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Ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Autor freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt.

Produktinfo:
Taschenbuch: 472 Seiten
Verlag: Books on Demand, Auflage: 1 (11. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3748128894
ISBN-13: 978-3748128892
Hörbuch: voraussichtlich ab 15.11.2018 bei Audible erhältlich.

siehe auch:
Buchtipp: „Transport“ – Phillip P. Petersen
Buchtipp: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“
Buchtipp: Paradox ² (Phillip P. Peterson)
Zeitreise-Roman: Flug 39 (Phillip P. Peterson)

Zum Tod von Stephen Hawking – ein Nachruf von Harald Lesch

Gestern ist der berühmte Astrophysiker und Kosmologe Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren verstorben.
Ich habe von ihm mehrere Bücher gelesen. Besonders beeindruckt hat mich sein bekanntestes Werk : Eine kurze Geschichte der Zeit.
Die Lektüre seiner Bücher war und ist immer sehr inspirierend, der Leser reist mit ihm bis an den Rand des uns bekannten Universums.
Heute habe ich einen wunderbaren Nachruf von Harald Lesch auf YouTube entdeckt.
Ich finde, besser kann man nicht formulieren, was für ein besonderer Wissenschaftler Stephen Hawking war.
Er wurde am Todestag von Galileo Galilei geboren und ist an Einsteins Geburtstag nun gestorben, es gibt keine Zufälle…

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Quelle: Terra X Lesch & Co/YouTube