Ein ganz besonderes Erlebnis: Kino-Doku „Apollo 11“

Vor einigen Tagen war ich endlich in der Kino-Doku „Apollo 11“, die zum 50. Jahrestag der ersten Mondlandung an einigen Tagen in ausgewählten Kinos in Deutschland gezeigt wird.
Zufällig genau 50 Jahre nach dem Start von Apollo 11 (es gibt keine Zufälle…).

Quelle: https://de.apollo11incinemas.com/

Dieser Film zeigt Aufnahmen u.a. in atemberaubend scharfer 70-mm-Qualität. Viele bisher eingelagerte und über Jahrzehnte vergessene Szenen wurden für diesen Film eingescannt und aufwändig bearbeitet. So entsteht der Eindruck, dass die Aufnahmen ganz aktuell sind und die Mondlandung quasi erst gestern stattgefunden hat.
Vor allem die Filmaufnahmen vor dem Start sind absolut faszinierend. In erster Linie kann man anhand der Kleidung, der Fotoapparate und auch an den Sonnenbrillen der Zuschauer auf dem Gelände erkennen, dass die Aufnahmen doch schon etwas älter sein müssen.

Bild: Neon CNN Films
Bild: Neon CNN Films
Bild: Neon CNN Films
Bild: Neon CNN Films

Als dann die gewaltige Saturn V am 16.07.1969 um 09:32 Uhr Ortszeit abhebt, spürt der Kinobesucher die enorme Kraft der Triebwerke, als wenn er live dabei gewesen wäre.

Bild: Neon CNN Films
Bild: Neon CNN Films

Die anschließenden 35- und 16-mm-Filmaufnahmen während der Mission wurde ebenfalls neu digitalisiert und sind dadurch knack-scharf. Unterlegt wurden diese Aufnahmen mit dem dazu passenden Funkverkehr zwischen Houston und Apollo 11 (in der deutschen Version werden deutsche Untertitel eingeblendet). Zusätzlich wird dazu elektronische Musik unterlegt, die auch sehr gut zu den einzelnen Szenen passt.

Zum Schnuppern hier der offizielle Trailer zum Film.

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: NEON, CNN Films/YouTube

Die Spannung wird während des Films sehr gut aufgebaut und ich fieberte regelrecht der Mondlandung entgegen, obwohl sie schon vor 50 Jahren stattgefunden hat.
Die Dramatik während der Landephase zur Mondlandung ist für mich der Höhepunkt des Films und immer wieder wurde mir erneut bewusst, was für eine grandiose Leistung die Menschheit mit dem Apollo-Programm damals abgeliefert hat.
Die Videos von der Mondoberfläche sind überwiegend bekannt. Sie wurden sehr gut zusammengestellt, die Filmsequenzen sind aber nicht ganz so scharf wie die Aufnahmen vor dem Start. Das liegt einfach daran, dass es Filmsequenzen von der Mondoberfläche nur in 16-mm-Qualität gibt, die aber für diesen Film ebenfalls digitalisiert wurden.

Der Start von der Mondoberfläche, die Kopplung im Mondorbit und der Rückflug zur Erde werden ebenfalls mit hervorragenden Aufnahmen gezeigt (der kleine blaue Punkt oben im folgenden Bild ist unser Heimatplanet, darunter die Mondlandefähre Eagle).

Bild: Neon CNN Films
Bild: Neon CNN Films

Am Ende des Films wird dem Kinobesucher erst richtig klar, was damals alles hätte schief gehen können. Es grenzt fast an ein Wunder, dass alle Mondlandungen erfolgreich durchgeführt wurden und selbst der missglückte Flug von Apollo 13 ein glückliches Ende gefunden hat.

Mein Fazit: obwohl ich schon sehr viele Filme über das Apollo-Programm gesehen habe und damals auch alle Flüge live am TV-Gerät verfolgen konnte, ist diese Dokumentation nochmal eine klare Steigerung in Qualität und Auswahl der einzelnen Filmszenen.

Wer den Kinobesuch verpasst haben sollte, wird sicherlich in absehbarer Zeit den Film im Handel erwerben können. Es lohnt sich!

Weiterführende Links:
Das atemberaubende Kinoevent Apollo 11
Todd Douglas Miller über sein Doku-Spektakel „Apollo 11“: Es sollte sich wie „Dunkirk in Space“ anfühlen
Kinofilm Apollo 11: Bilder aus einer Zeit, als wir noch zu träumen wagten
Mein Besuch im Kennedy Space Center/USA

4 Gedanken zu „Ein ganz besonderes Erlebnis: Kino-Doku „Apollo 11““

  1. Was ich zu dem Film zu sagen hatte, nachdem ich ihn vor knapp zwei Wochen in einem IMAX-Kino sah. Interessanterweise ist mir das „neue“ Filmmaterial inzwischen noch mehrfach in TV-Dokus begegnet (vor denen man sich zur Zeit ja kaum retten kann), z.T. auch in sehr hoher Qualität – und in den Abspännen wurde jeweils explizit dem damaligen Produzenten Theo Kamecke gedankt. Was die Frage aufwirft, wie „verschollen“ die Originalnegative wirklich waren, wenn ernsthafte Dokumentarfilmer auf zumindest exzellente Kopien zurück greifen konnten.

    1. Hallo Daniel!
      Vielen Dank für deinen Kommentar und interessanten Blogartikel!
      Das ist natürlich interessant, dass dieses sehr gute Filmmaterial auch in anderen Dokus auftaucht. Aber egal, der Film ist einfach genial und ich werde ihn mir bestimmt auch noch kaufen.
      In diesem Sinne wie immer: galaktische Grüße vom Zeitreisenden!

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