Reisebericht La Gomera – Teil 2: Valle Gran Rey

Das Valle Gran Rey – das “Tal des Großen Königs” ist wohl der beliebteste Ferienort auf La Gomera. Die Anfahrt vom Hafen in San Sebastián dauert ca. 75-90 Minuten, da das Valle Gran Rey genau auf der anderen Seite der Insel liegt und es nur eine (kurvige) Zufahrtstraße dorthin gibt.

Sobald man in das Tal fährt, zeigt es sich in seiner ganzen Schönheit. Unzählige Palmen stehen auf grünen Terrassenfeldern, auf denen Bananen, Papayas und Mangos reifen.

Die Gemeinde besteht im Valle Bajo (unteres Tal) aus den Hauptorten La Calera (am Hang), La Playa, Borbalán und Vueltas (am Hafen). Zu Valle Alto (oberes Tal) werden unter anderem Los Granados, El Hornillo, La Vizcaïna und El Retamal gezählt.

In den 1970er und 1980er Jahren hat es besonders viele Hippies hier hingezogen.
Das milde und trockene Klima macht es zu einem idealen Standort besonders für Wanderer, aber auch Strandfreunde finden hier verschiedene kleine Strandabschnitte, teilweise sogar mit Sand.

Blick vom Vueltas-Strand am Hafen

Blick auf La Playa

Seit 2007 wird dem bekanntesten Rebellen von La Gomera – Hautacuperche – mit einer Bronzestatue am Strand von Valle Gran Rey gedacht. Im Jahr 1488 hat Hautacuperche einen Aufstand der Einheimischen gegen die spanischen Besatzer angeführt.

Huldigung des Kämpfers und Volkshelden Hautacuperche

Charco del Conde

Playa de la Calera

Im Valle Gran Rey geht es immer noch sehr gemütlich zu und Massentourismus findet der Besucher hier zum Glück (noch) nicht. Auch wenn man nicht wandern möchte, ist der Ort mit seiner traumhaften Lage und seinen Stränden wunderschön anzusehen.
Am Hafen von Vueltas legen regelmäßig Ausflugsschiffe zur Wal- und Delfinbeobachtung ab.
Besonders beliebt sind die Sonnenuntergänge am Strand, wenn Aussteiger – aber auch Touristen – gemeinsam beim Trommeln der Congas tanzen und den Jongleuren mit ihren brennenden Fackeln zusehen.

Auf der Rückfahrt von Valle Gran Rey nach Playa de Santiago fährt man am majestätischen Roque de Agando vorbei, einem von mehreren Felstürmen, die  – wie auch der Roque de la Zarcita und der Roque de Carmona – von der vulkanischen Vergangenheit der Insel erzählen. Ein fantastischer Anblick!

Roque de Agando, 1250 m ü.d.M.

Roque de la Zarcita
Roque de Ojila

Im nächsten Teil meines Reiseberichts zeige ich Ihnen die Hauptstadt von La Gomera, San Sebastián.

siehe auch:
Valle Gran Rey – Das touristische Zentrum von La Gomera

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