Florida-Reise, Teil 4: Kennedy Space Center (Cape Canaveral)

Einer der Höhepunkte unserer diesjährigen Florida-Rundreise war für mich der Besuch des Kennedy Space Centers auf Cape Canaveral.
Bereits als Jugendlicher habe ich alle Apollo-Missionen live im Fernsehen gesehen und war von den Bildern von Mond und Erde fasziniert. Auch das anschließende Skylab-Programm und die Space Shuttle-Missionen habe ich mit großem Interesse verfolgt.
Die Apollo-Missionen haben daher mein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und Science-fiction geweckt.
Es empfiehlt sich aufgrund des großen Besucherandrangs bereits morgens ab 9.00 Uhr vor Ort zu sein, damit man die einzelnen Attraktionen entspannt genießen kann, bevor dann ab mittag u.a. auch viele Schulklassen das Gelände besuchen.
Das Kennedy Space Center ist eine weitläufige Ansammlung von Gebäuden und Grünanlagen. Man kann am Eingang zwischen verschiedenen Programm-Attraktionen wählen, das Komplettpaket incl. Bustour kostet ca. 50 Dollar/Person.
Direkt hinter dem Eingang stehen die bekannten Trägerraketen, mit denen die US-Astronauten ab 1961 ins All geflogen sind (Mercury, Gemini, Saturn 1-B). Eine der Hauptattraktionen ist der Besuch des Gebäudes, in dem das Space Shuttle “Atlantis” ausgestellt ist.
Die “Atlantis” startete als letzte Raumfähre am 8. Juli 2011 ins All.
Hier nochmal die Höhepunkte des letzten Flugs der “Atlantis”:

Quelle: YouTube

Vor dem Atlantis-Gebäude steht ein Original des externen Sauerstoff-Tanks des Space Shuttles mit den Boostern, man kommt sich darunter doch sehr klein vor (siehe Fotos) :-)
Bevor man die große Halle betritt, wird in einem Film die Entwicklung des Space Shuttles gezeigt, von der ersten Planung bis zur Vollendung. Nach dem Film wird ein Vorhang hochgezogen und man steht quasi direkt vor der großen Raumfähre, schon klasse gemacht!
Im Gebäude ist neben der “Atlantis” u.a. auch das Hubble-Space-Teleskop zu besichtigen. Es ist schon ein tolles Gefühl, die Raumfähre einmal live zu sehen. Das Cockpit der Raumfähre wurde auch separat aufgebaut, so dass die Besucher auch auf dem Pilotensitz Platz nehmen können. Einmal den Shuttle fliegen :-)
Es kamen einige Schulklassen ins Gebäude und die Kids waren alle restlos begeistert. Die Lehrer haben unterrichtet und viele Fragen gestellt, die die Schulkinder beantworten sollten.
Natürlich gibt es in jedem Gebäude auch einen Gift-Shop, in denen man Andenken aller Art erwerben kann.

Anschließend haben wir die traditionelle Bus-Tour gemacht. Höhepunkte auf dieser Tour ist die Vorbeifahrt an der Abschussrampe der Space Shuttles, der Besichtigung des Crawlers der Saturn V (Trägerfahrzeug) und der Besuch des Apollo/Saturn V-Centers.

Während der Fahrt darf man den Bus nicht verlassen, da die Amerikaner dies aus Sicherheitsgründen nicht erlauben und auch aufgrund der Tatsache, dass in diesen Sumpfgebieten überall Alligatoren und Schlangen schwimmen, denen man auch nicht unbedingt begegnen möchte…
Zum Schluss der Fahrt kann man das Apollo/Saturn V-Center besichtigen, in dem u.a. die Original Saturn V-Rakete (ca. 110 Meter Länge!), der Nachbau des Kontrollzentrums der Apollo-Flüge, die Mondlandefähre, die Apollo 14-Kapsel “Kitty Hawk” und Mondgestein ausgestellt sind.
Auch hier wird vorab in einem Film die Entwicklung der Trägerrakete Saturn V gezeigt, in der im Dezember 1968 mit Apollo 8 erstmals Menschen zum Mond geflogen sind.
Nach diesem Film öffnen sich die Türen zur Halle, und man steht unmittelbar vor den 5 riesigen Triebwerken der 1. Stufe, die größten Triebwerke, die jemals von Menschen gebaut wurden. Gigantisch!!!

Hier nochmals zur Erinnerung der Start von Apollo 8 am 21.12.1968 in High Quality:

Quelle: YouTube

Die Saturn V-Rakete wurde mit ihren 3 Stufen in der Halle so aufgebaut, dass man auch die jeweiligen Triebwerke sehen kann.
Die Apollo-Kapsel wurde am Ende der Halle vor der Saturn V nochmals aufgebaut, so dass man auch den Größen-Unterschied zwischen der riesigen Trägerrakete und der (dann nicht mehr so großen) Apollo-Kapsel wahrnehmen kann.
Bei dem ausgestellten Mondgestein gibt es einen Stein, den man auch berühren kann. Es handelt sich hierbei um einen Stein, den der Astronaut Jack Schmitt am Ende der letzten Apollo 17-Mission ohne Behälter mit in die Mondlandefähre genommen hat, der Stein sieht aus wie ein kleines Kuchen-Stück (siehe Fotos).

Hier noch einige Kurz-Videos vom Besuch:



Zum Schluss ein interessantes Video vom Start der Apollo 11-Mission (der ersten Mondlandung), so wie man den Start am 16.07.1969 live im Fernsehen verfolgen konnte:

Quelle: YouTube

Am Ende unseres Besuchs habe ich noch den Start einer Raumfähre im Space Shuttle-Simulator erleben dürfen, Fotos und Videos waren aufgrund der Erschütterungen während des Starts nicht möglich :-)
Kann ich nur empfehlen, ist ein tolles Gefühl!

Mein Fazit: es waren galaktisch tolle Stunden mit einmaligen Erlebnissen. Für jeden Florida-Reisenden und Raumfahrt-Fan ein Muss!

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Weitere Video-Links zu den einzelnen Apollo-Flügen (Mondlandungen Apollo 11, 12 und Apollo 14-17 incl. Rückstart vom Mond auf meiner Website unter https://www.volkerhoff.de/links/video-links/spacehistory/

Demnächst im Blog:
Florida-Reise, Teil 5: Pelikane und Sonnenuntergang am Strand von Naples

Erinnerung an: TV-Serie U.F.O. (Erstausstrahlung 1970/1971)

UFO
Quelle: eigenes Foto

Als Jugendlicher hat mich die TV-Serie U.F.O. sehr fasziniert. Daher habe ich mir vor einiger Zeit die gesamte Serie bestellt und bin auch heute noch genauso begeistert wie damals (insgesamt 26 Folgen).

Die Handlung in Kürze: Außerirdische greifen die Erde an, um Menschen zu entführen und deren Organe zu entnehmen, da ihre eigene Rasse dem Untergang geweiht ist.
Die geheime Regierungsorganisation S.H.A.D.O. kämpft gegen die Invasoren mit Einsatz von Spezialfahrzeugen, U-Booten mit Abfangflugzeugen (Skydiver), einer Überwachungsstation im All (SID) und einer Mondbasis, von der Abfangraumschiffe den UFOs entgegengeschickt werden können.

Weitere Informationen zur Serie sind zu finden auf Wikipedia und der sehr ausführlichen Homepage: UFO – Die TV Serie.

Wer sich noch an die Serie erinnern kann, dem kann ich die Gesamtedition mit insgesamt 6 DVDs nur empfehlen. Neben den 17 deutsch synchronisierten Folgen sind auch die 9 Folgen enthalten, die in Deutschland nie ausgestrahlt wurden (Originalton mit der Möglichkeit, deutsche Untertitel einzublenden).

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=eSg28TAixJw

Alle Videos Quelle: YouTube

Erinnerung an: Invasion von der Wega

Fotos: Quelle YouTube

Ich habe vor einiger Zeit eine meiner früheren Lieblings-TV Serien auf YouTube wiederentdeckt: Invasion von der Wega.

Im deutschen Fernsehen (ZDF) wurde die Serie zwischen dem 14. April 1970 und dem 5. Januar 1971 ausgestrahlt, von den insgesamt 43 Folgen wurden leider nur 20 in deutscher Sprache synchronisiert.

Die Handlung:
Der Architekt David Vincent beobachtet eines Nachts, vom Wege abgekommen, die Landung eines Ufos. Er alarmiert die Polizei, doch diese findet am Schauplatz des Geschehens keinerlei Spuren. Vincent, der nun im ganzen Land Nachforschungen anstellt, wird zum verbissenen Gegner der Aliens. Er erkennt, dass die Aliens menschliche Gestalt angenommen haben, finstere Invasionspläne verfolgen und bereits Schlüsselpositionen in Politik, Verwaltung und Militär besetzt haben.
Die Aliens sind äußerlich nur an einer leichten Verkrümmung des kleinen Fingers von den Menschen zu unterscheiden sowie daran, dass sie verglühen, wenn sie sterben. Und wenn sie verletzt werden, bluten sie nicht.
In der zweiten Staffel der Serie trifft Vincent auf eine Gruppe, die sich The Believers (Die Helfer) nennt. Diese haben eine Organisation gegründet, die aus dem Untergrund heraus die Aliens bekämpft. Sie errichten zum Beispiel geheime Basen, von denen aus sie die Landung von Untertassen mit speziellen Wellen stören können. Auch gelingt es ihnen, einflussreiche Personen für ihren Kampf zu gewinnen. Quelle: Wikipedia.

Auf der o.a. Wikipedia-Seite findet man auch eine Übersicht aller Folgen beider Staffeln.

Da ich mich schon immer für Science-fiction und Raumfahrt interessiert habe, habe ich als Jugendlicher damals keine Folge verpasst: sehr spannend, technisch für die damalige Zeit gut gemacht und ziemlich gruselig. Ich hatte danach immer Probleme einzuschlafen.
Nach der Wieder-Entdeckung auf YouTube schaue ich mir jetzt alle Folgen nochmal an (auch die englischen Folgen, die in Deutschland nicht ausgestrahlt wurden).
Ich finde die einzelnen Folgen auch heute noch spannend, zumal man nie genau weiß, ob man einen Menschen oder einen Alien vor sich hat (Achtung: leichte Verkrümmung des kleinen Fingers!).

Mittlerweile kann man die Serie auch als DVD-Box kaufen:
Invaders (Staffel 1)Invaders (Staffel 2), alle Folgen in Englisch,

und seit dem 30.11.2012 gibt es auch eine DVD-Box mit allen 20 deutsch synchronisierten Folgen.

Wer vorab Interesse hat: auf YouTube sind einzelne (meist englischsprachige) Folgen zu finden, wie z.B. hier.
Gute Unterhaltung!

Und: vielleicht achten Sie demnächst mal auf der Straße oder in der Fußgängerzone auf Personen mit einem leicht gekrümmten kleinen Finger :-)