Das Videotagebuch des Astronauten Chris Hadfield

Millionen haben das Video gesehen, in dem der kanadische Astronaut Chris Hadfield singend und Gitarre spielend durch die Raumstation ISS schwebt. Fasziniert schauen die Menschen seither nach oben: Wie verändert der Blick aus 400 km Höhe die Sicht auf unser Leben?

Vor einiger Zeit habe ich über das Buch des Astronauten Chris Hadfield „Anleitung zur Schwerelosigkeit“ ausführlich berichtet.
Nun wurde ein Videotagebuch veröffentlicht, das seinen letzten Flug an Bord der Raumstation ISS mit spektakulären Aufnahmen und ausführlichen Erläuterungen von Chris Hadfield schildert.
Das Videotagebuch wurde in 4 Teilen von dbate auf YouTube veröffentlicht.
Die Videos sind faszinierend und ergänzen wunderbar sein Buch „Anleitung zur Schwerelosigkeit“.
Nach einer kurzen allgemeinen Einführung (in jedem Video gleich) beginnt nach ca. einer Minute der jeweilige Teil 1-4 (Gesamtlänge ca. 35 Minuten).

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Quelle: dbate.de/YouTube

siehe auch:
Buch: Chris Hadfield – Anleitung zur Schwerelosigkeit

Buch: Chris Hadfield – Anleitung zur Schwerelosigkeit

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Quelle: Verlag Heyne

Millionen haben das Video gesehen, in dem der kanadische Astronaut Chris Hadfield singend und Gitarre spielend durch die Raumstation ISS schwebt. Fasziniert schauen die Menschen seither nach oben: Wie verändert der Blick aus 400 km Höhe die Sicht auf unser Leben?
Chris Hadfield nimmt uns mit in schwindelerregende Sphären: Er erzählt von riskanten Manövern und von der Kunst, stets auf das Schlimmste vorbereitet zu sein und zugleich an das Unmögliche zu glauben.

Chris Hadfield ist neun Jahre alt, als er im Juli 1969 die Mondlandung live im Fernsehen verfolgt. Augenblicklich weiß er, was er werden will: Astronaut! Mittlerweile hat er an die 4000 Stunden im Weltraum verbracht und gehört zu den erfahrensten Raumfahrern der Welt – zuletzt als Kommandeur der internationalen Raumstation ISS. Jetzt nimmt er uns mit in den Weltraum: Wir erfahren, wie man überhaupt Astronaut wird (für alle, die den Traum noch nicht aufgegeben haben), was man dafür alles können muss (u.a. Schwimmen!, Toiletten reparieren), wie sich der erste Raketenstart anfühlt (als säße man in einem Container, der von einem riesigen LKW gerammt wird) und was man beim ersten Raumspaziergang beachten muss.

Eine realistische, humorvolle, aber auch demütige Liebeserklärung an das Leben auf der Erde und die Wunder des Universums, die uns zeigt, wie viel Bodenhaftung man braucht, um abheben zu können.

Über den Autor und weitere Mitwirkende:

Chris Hadfield, geboren 1959 in Ontario, ist kanadischer Astronaut. Er machte eine Ausbildung zum Kampf- und Testpiloten und schaffte es 1992 in das Astronautenprogramm der kanadischen Weltraumbehörde (CSA). 1995 fliegt er mit der Raumfähre Atlantis zum ersten Mal ins All, 2001 folgt mit der Endeavour sein erster Außenbordeinsatz. Als Capsule Communicator (CAPCOM) war er an über 25 Shuttle-Flügen beteiligt, von 2001 bis 2003 war er Direktor für den Raumfahrtbetrieb der NASA in Russland, ab 2003 Leiter der Robotertechnik und von 2006 bis 2008 Leiter der ISS-Abläufe im NASA-Astronautenbüro in Houston. Im Dezember 2012 bricht er – als Kommandant der ISS – zu seinem längsten und letzten Weltraumflug auf und avanciert mit seinen Bilden von der Erde, seinen Videos und Twitter-Nachrichten zum Internetstar. Hadfield ist mit seiner Jugendliebe Helen verheiratet, mit der er drei Kinder hat.

Quelle: Chris Hadfield – Anleitung zur Schwerelosigkeit (Klappentext).

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Chris Hadfield, Quelle: NASA

Meine Rezension:
Ich habe das Buch vor einigen Tagen zu Ende gelesen und bin begeistert! Mit einigen kurzen Unterbrechungen habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Chris Hadfield schreibt über sein Leben und den Wunsch, Astronaut zu werden, sehr plastisch und verständlich. Ich wollte als Jugendlicher auch immer Astronaut werden, aber nach der Lektüre des Buches bin ich diesbezüglich doch ziemlich desillusioniert. Ich wäre sicherlich nicht bereit dazu gewesen, diese Strapazen und Mühen auf mich zu nehmen, um ins All zu kommen. Umso mehr bewundere ich den Autor, wie er seinen Kindheitstraum dann auch später umgesetzt hat.
Das Buch ist absolut lesenswert und gibt wertvolle Tipps, die man auch auf der Erde für “normale” Alltagsentscheidungen verwenden könnte. Der deutsche Titel „Anleitung zur Schwerelosigkeit“ ist etwas verwirrend, der Originaltitel „An Astronaut’s Guide to Life on Earth“ trifft den Inhalt des Buches wesentlich besser (daher auch der deutsche Untertitel „Was wir im All fürs Leben lernen können“).
Schon während seines Aufenthaltes auf der ISS hat Chris Hadfield viele Tweets mit Fotos zur Erde geschickt. Weltweit bekannt wurde er durch das Video aus der ISS zu „Space Oddity“. Leider sind mittlerweile nach einem Jahr die Rechte abgelaufen und das Video wurde offiziell wieder aus dem Netz genommen.
Es ist allerdings (noch) auf anderen YouTube-Kanälen zu finden.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert: sein Weg zum Traumberuf Astronaut, der Aufenthalt im All während der Space Shuttle Missionen, seine Tätigkeit als Capsule Communicator (CAPCOM) auf der Erde bei über 25 Shuttle-Flügen, sein Leben als Kommandant auf der ISS und die Zeit nach der Rückkehr.

Ausführlich beschreibt er sein jahrelanges Astronauten-Training in Kanada, den USA und Russland. Auch die Zeit nach der Rückkehr aus dem All zur Erde wird ausführlich beschrieben, als sich sein Körper erst nach sehr langer Zeit wieder an die (Schwerkraft-) Verhältnisse auf der Erde angepasst hat.
Mich haben die einzelnen Geschichten, die Chris Hadfield im Laufe der Jahre erlebt hat, sehr fasziniert. Ich könnte jetzt einzelne Episoden hervorheben, die mich besonders beeindruckt haben, wie z.B. der erste Außenbordeinsatz an der ISS, als ihm Tränen in den Augen die Sicht versperrten und den Erfolg der Mission in große Gefahr brachten oder gegen Ende seiner letzten Mission, als ein Ammoniakleck an der Außenhülle die Kühlung und Stromversorgung an Bord der ISS gefährdete.
Aber mein Tipp: einfach das Buch lesen und sich selbst wie ein Astronaut fühlen.

Fazit:
Als Raumfahrt- und SciFi-Fan kann ich dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen. Auch Leser, die sich bisher nicht für Raumfahrt interessieren, werden sicherlich von diesem Buch fasziniert sein. Und für alle, die später einmal Astronaut werden möchten, ist das Buch auf jeden Fall ein Muss :-)

1. Space Shuttle-Flug STS-74 (Start: 12.11.1995)

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Quelle: NASA STI Program und 3210andLiftoff/YouTube

2. Space Shuttle-Flug STS-100 (Start: 19.04.2001)

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Quelle: 3210andLiftoff/YouTube

3. Flug: Start zur Internationalen Raumstation ISS (Start: 19.12.2012)
ISS-Expedition 34 und 35

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Quelle: SpaceVids.tv/YouTube

3. Flug: Landung Expedition 35 Soyuz TMA-07M

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Quelle: dxrts/YouTube

Weiterführende Links:
Sterne und Weltraum – Rückschau auf ein Leben als Raumfahrer
YouTube-Kanal: Chris Hadfield
YouTube-Kanal: VideoFromSpace

ScienceBlog Astrodicticum simplex:
Astronauten sind immer noch cool
Rezension: “Anleitung zur Schwerelosigkeit”: Chris Hadfields Leben als Astronaut

UPDATE:
Der verifizierte Twitter-Account von @Cmdr_Hadfield hat soeben diese Rezension auf Twitter favorisiert! Ich bin begeistert!

Kennedy Space Center/USA

Einer der Höhepunkte unserer Florida-Rundreise in 2013 war für mich der Besuch des Kennedy Space Centers auf Cape Canaveral.
Bereits als Jugendlicher habe ich alle Apollo-Missionen live im Fernsehen gesehen und war von den Bildern von Mond und Erde fasziniert. Auch das anschließende Skylab-Programm und die Space Shuttle-Missionen habe ich mit großem Interesse verfolgt.
Die Apollo-Missionen haben daher mein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und Science-fiction geweckt.
Es empfiehlt sich aufgrund des großen Besucherandrangs bereits morgens ab 9.00 Uhr vor Ort zu sein, damit man die einzelnen Attraktionen entspannt genießen kann, bevor dann ab mittag u.a. auch viele Schulklassen das Gelände besuchen.
Das Kennedy Space Center ist eine weitläufige Ansammlung von Gebäuden und Grünanlagen. Man kann am Eingang zwischen verschiedenen Programm-Attraktionen wählen, das Komplettpaket incl. Bustour kostet ca. 50 Dollar/Person.
Direkt hinter dem Eingang stehen die bekannten Trägerraketen, mit denen die US-Astronauten ab 1961 ins All geflogen sind (MercuryGemini, Saturn 1-B). Eine der Hauptattraktionen ist der Besuch des Gebäudes, in dem das Space Shuttle „Atlantis“ ausgestellt ist.
Die „Atlantis“ startete als letzte Raumfähre am 8. Juli 2011 ins All.
Vor dem Atlantis-Gebäude steht ein Original des externen Sauerstoff-Tanks des Space Shuttles mit den Boostern, man kommt sich darunter doch sehr klein vor.

Bevor man die große Halle betritt, wird in einem Film die Entwicklung des Space Shuttles gezeigt, von der ersten Planung bis zur Vollendung. Nach dem Film wird ein Vorhang hochgezogen und man steht quasi direkt vor der großen Raumfähre, schon klasse gemacht!
Im Gebäude ist neben der „Atlantis“ u.a. auch das Hubble-Space-Teleskop zu besichtigen. Es ist schon ein tolles Gefühl, die Raumfähre einmal live zu sehen. Das Cockpit der Raumfähre wurde auch separat aufgebaut, so dass die Besucher auch auf dem Pilotensitz Platz nehmen können. Einmal den Shuttle fliegen :-)
Es kamen einige Schulklassen ins Gebäude und die Kids waren alle restlos begeistert. Die Lehrer haben unterrichtet und viele Fragen gestellt, die die Schulkinder beantworten sollten.
Natürlich gibt es in jedem Gebäude auch einen Gift-Shop, in denen man Andenken aller Art erwerben kann.
Hier einige Fotos vom Gelände und vom Atlantis-Gebäude:

Anschließend haben wir die traditionelle Bus-Tour gemacht. Höhepunkte auf dieser Tour ist die Vorbeifahrt an der Abschussrampe der Space Shuttles, der Besichtigung des Crawlers der Saturn V (Trägerfahrzeug) und der Besuch des Apollo/Saturn V-Centers.
Während der Fahrt darf man den Bus nicht verlassen, da die Amerikaner dies aus Sicherheitsgründen nicht erlauben und auch aufgrund der Tatsache, dass in diesen Sumpfgebieten überall Alligatoren und Schlangen schwimmen, denen man auch nicht unbedingt begegnen möchte…
Zum Schluss der Fahrt kann man das Apollo/Saturn V-Center besichtigen, in dem u.a. die Original Saturn V-Rakete (ca. 110 Meter Länge!), der Nachbau des Kontrollzentrums der Apollo-Flüge, die Mondlandefähre, die Apollo 14-Kapsel „Kitty Hawk“ und Mondgestein ausgestellt sind.
Auch hier wird vorab in einem Film die Entwicklung der Trägerrakete Saturn V gezeigt, in der im Dezember 1968 mit Apollo 8 erstmals Menschen zum Mond geflogen sind.
Nach diesem Film öffnen sich die Türen zur Halle, und man steht unmittelbar vor den 5 riesigen Triebwerken der 1. Stufe, die größten Triebwerke, die jemals von Menschen gebaut wurden. Gigantisch!!!

Hier nochmals zur Erinnerung der Start von Apollo 8 am 21.12.1968 in High Quality:

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Quelle: YouTube

Die Saturn V-Rakete wurde mit ihren 3 Stufen in der Halle so aufgebaut, dass man auch die jeweiligen Triebwerke sehen kann.
Die Apollo-Kapsel wurde am Ende der Halle vor der Saturn V nochmals aufgebaut, so dass man auch den Größen-Unterschied zwischen der riesigen Trägerrakete und der (dann nicht mehr so großen) Apollo-Kapsel wahrnehmen kann.
Bei dem ausgestellten Mondgestein gibt es einen Stein, den man auch berühren kann. Es handelt sich hierbei um einen Stein, den der Astronaut Jack Schmitt am Ende der letzten Apollo 17-Mission ohne Behälter mit in die Mondlandefähre genommen hat, der Stein sieht aus wie ein kleines Kuchen-Stück (siehe Fotos).

Hier noch einige Kurz-Videos vom Besuch:

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Zum Schluss ein interessantes Video vom Start der Apollo 11-Mission (der ersten Mondlandung), so wie man den Start am 16.07.1969 live im Fernsehen verfolgen konnte:

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Quelle: YouTube

Am Ende unseres Besuchs habe ich noch den Start einer Raumfähre im Space Shuttle-Simulator erleben dürfen, Fotos und Videos waren aufgrund der Erschütterungen während des Starts nicht möglich :-)
Kann ich nur empfehlen, ist ein tolles Gefühl!

Mein Fazit: es waren galaktisch tolle Stunden mit einmaligen Erlebnissen. Für jeden Florida-Reisenden und Raumfahrt-Fan ein Muss!

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Weitere Video-Links zu den einzelnen Apollo-Flügen (Mondlandungen Apollo 11, 12 und Apollo 14-17 incl. Rückstart vom Mond auf meiner Website unter https://www.volkerhoff.de/links/video-links/spacehistory/

 

Florida-Reise, Teil 4: Kennedy Space Center (Cape Canaveral)

Einer der Höhepunkte unserer diesjährigen Florida-Rundreise war für mich der Besuch des Kennedy Space Centers auf Cape Canaveral.
Bereits als Jugendlicher habe ich alle Apollo-Missionen live im Fernsehen gesehen und war von den Bildern von Mond und Erde fasziniert. Auch das anschließende Skylab-Programm und die Space Shuttle-Missionen habe ich mit großem Interesse verfolgt.
Die Apollo-Missionen haben daher mein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und Science-fiction geweckt.
Es empfiehlt sich aufgrund des großen Besucherandrangs bereits morgens ab 9.00 Uhr vor Ort zu sein, damit man die einzelnen Attraktionen entspannt genießen kann, bevor dann ab mittag u.a. auch viele Schulklassen das Gelände besuchen.
Das Kennedy Space Center ist eine weitläufige Ansammlung von Gebäuden und Grünanlagen. Man kann am Eingang zwischen verschiedenen Programm-Attraktionen wählen, das Komplettpaket incl. Bustour kostet ca. 50 Dollar/Person.
Direkt hinter dem Eingang stehen die bekannten Trägerraketen, mit denen die US-Astronauten ab 1961 ins All geflogen sind (Mercury, Gemini, Saturn 1-B). Eine der Hauptattraktionen ist der Besuch des Gebäudes, in dem das Space Shuttle „Atlantis“ ausgestellt ist.
Die „Atlantis“ startete als letzte Raumfähre am 8. Juli 2011 ins All.
Hier nochmal die Höhepunkte des letzten Flugs der „Atlantis“:

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Vor dem Atlantis-Gebäude steht ein Original des externen Sauerstoff-Tanks des Space Shuttles mit den Boostern, man kommt sich darunter doch sehr klein vor (siehe Fotos) :-)
Bevor man die große Halle betritt, wird in einem Film die Entwicklung des Space Shuttles gezeigt, von der ersten Planung bis zur Vollendung. Nach dem Film wird ein Vorhang hochgezogen und man steht quasi direkt vor der großen Raumfähre, schon klasse gemacht!
Im Gebäude ist neben der „Atlantis“ u.a. auch das Hubble-Space-Teleskop zu besichtigen. Es ist schon ein tolles Gefühl, die Raumfähre einmal live zu sehen. Das Cockpit der Raumfähre wurde auch separat aufgebaut, so dass die Besucher auch auf dem Pilotensitz Platz nehmen können. Einmal den Shuttle fliegen :-)
Es kamen einige Schulklassen ins Gebäude und die Kids waren alle restlos begeistert. Die Lehrer haben unterrichtet und viele Fragen gestellt, die die Schulkinder beantworten sollten.
Natürlich gibt es in jedem Gebäude auch einen Gift-Shop, in denen man Andenken aller Art erwerben kann.

Anschließend haben wir die traditionelle Bus-Tour gemacht. Höhepunkte auf dieser Tour ist die Vorbeifahrt an der Abschussrampe der Space Shuttles, der Besichtigung des Crawlers der Saturn V (Trägerfahrzeug) und der Besuch des Apollo/Saturn V-Centers.

Während der Fahrt darf man den Bus nicht verlassen, da die Amerikaner dies aus Sicherheitsgründen nicht erlauben und auch aufgrund der Tatsache, dass in diesen Sumpfgebieten überall Alligatoren und Schlangen schwimmen, denen man auch nicht unbedingt begegnen möchte…
Zum Schluss der Fahrt kann man das Apollo/Saturn V-Center besichtigen, in dem u.a. die Original Saturn V-Rakete (ca. 110 Meter Länge!), der Nachbau des Kontrollzentrums der Apollo-Flüge, die Mondlandefähre, die Apollo 14-Kapsel „Kitty Hawk“ und Mondgestein ausgestellt sind.
Auch hier wird vorab in einem Film die Entwicklung der Trägerrakete Saturn V gezeigt, in der im Dezember 1968 mit Apollo 8 erstmals Menschen zum Mond geflogen sind.
Nach diesem Film öffnen sich die Türen zur Halle, und man steht unmittelbar vor den 5 riesigen Triebwerken der 1. Stufe, die größten Triebwerke, die jemals von Menschen gebaut wurden. Gigantisch!!!

Hier nochmals zur Erinnerung der Start von Apollo 8 am 21.12.1968 in High Quality:

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: YouTube

Die Saturn V-Rakete wurde mit ihren 3 Stufen in der Halle so aufgebaut, dass man auch die jeweiligen Triebwerke sehen kann.
Die Apollo-Kapsel wurde am Ende der Halle vor der Saturn V nochmals aufgebaut, so dass man auch den Größen-Unterschied zwischen der riesigen Trägerrakete und der (dann nicht mehr so großen) Apollo-Kapsel wahrnehmen kann.
Bei dem ausgestellten Mondgestein gibt es einen Stein, den man auch berühren kann. Es handelt sich hierbei um einen Stein, den der Astronaut Jack Schmitt am Ende der letzten Apollo 17-Mission ohne Behälter mit in die Mondlandefähre genommen hat, der Stein sieht aus wie ein kleines Kuchen-Stück (siehe Fotos).

Hier noch einige Kurz-Videos vom Besuch:

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Zum Schluss ein interessantes Video vom Start der Apollo 11-Mission (der ersten Mondlandung), so wie man den Start am 16.07.1969 live im Fernsehen verfolgen konnte:

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Am Ende unseres Besuchs habe ich noch den Start einer Raumfähre im Space Shuttle-Simulator erleben dürfen, Fotos und Videos waren aufgrund der Erschütterungen während des Starts nicht möglich :-)
Kann ich nur empfehlen, ist ein tolles Gefühl!

Mein Fazit: es waren galaktisch tolle Stunden mit einmaligen Erlebnissen. Für jeden Florida-Reisenden und Raumfahrt-Fan ein Muss!

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Weitere Video-Links zu den einzelnen Apollo-Flügen (Mondlandungen Apollo 11, 12 und Apollo 14-17 incl. Rückstart vom Mond auf meiner Website unter https://www.volkerhoff.de/links/video-links/spacehistory/

Demnächst im Blog:
Florida-Reise, Teil 5: Pelikane und Sonnenuntergang am Strand von Naples

Florida-Reise, Teil 3: Hemingway Home & Museum (Key West)

Good writing is true writing – Ernest Hemingway

Während unseres Aufenthalts in Key West haben wir natürlich eine der meistbesuchten Attraktionen der Stadt besichtigt: das Haus von Ernest Hemingway.
Im Jahr 1931 erwarb der Schriftsteller dieses im Jahr 1851 im spanischen Kolonialstil errichtete Gebäude.
In diesem Haus verfasste der Literaturnobelpreisträger bis 1961 Teile seiner Werke. Im blühenden Garten nebst einem großen Swimmingpool – dem ersten, der in Key West gebaut wurde – leben zur Zeit 76 Nachkommen von Hemingways Katzen.
Ein wirklich wunderschönes Haus, sowohl von innen als auch von außen. Überall trifft man Hemingways Katzen, sogar auf dem Verkaufstresen im Gift Shop (siehe Foto). Der Garten hat einen eigenen Katzen-Friedhof mit einer Ahnengalerie der verstorbenen Katzen mit Angabe des jeweiligen Namens und der Lebensjahre.
Das hübsche Haus mit seinen umlaufenden Balkonen war für über 10 Jahre Hemingways Dichterklause und fester Wohnsitz für die Zeit mit seiner zweiten Frau Pauline Pfeiffer.

Siehe auch: www.hemingwayhome.com

Demnächst im Blog:
Florida-Reise, Teil 4: Kennedy Space Center (Cape Canaveral)

Florida-Reise, Teil 2: Key West

Die Fahrt nach Key West führt über den 205 km langen Overseas Highway, den südlichsten Abschnitt des U.S. Highways 1.
Der Highway ist die einzige Landverbindung zwischen den Florida Keys und dem Festland der USA, aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzungen muss man von Miami aus mit einer Fahrtzeit von ca. 4 Stunden rechnen (Entfernung ca. 240 km). Key West hat allerdings auch einen eigenen Flughafen.
Der Ausblick während der Fahrt auf dem Highway ist teilweise atemberaubend, weil man oft den Eindruck hat, unmittelbar auf dem Meer zu fahren. Unser Ziel in Key West lag direkt am Southernmost Point.
Der Southernmost Point gilt als der südlichste Punkt der kontinentalen USA. Er liegt am Rand von Key West im Stadtteil Upper Duval an der Ecke Whitehead Street und South Street. Von hier sind es nur 90 Meilen (ca. 145 km) bis Kuba, siehe Foto unten. Diese Entfernung ist also kürzer als nach Miami!
Unser Hotel war das bekannte Southernmost Point Guest House. Es handelt sich hierbei um eine hübsch eingerichtete, über 100 Jahre alte Villa mit sechs Gästezimmern. Ein (für amerikanische Verhältnisse) reichhaltiges Frühstück (sogar mit Rührei) und ein Glas Wein am Nachmittag sind im Preis inbegriffen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wären gerne noch einige Tage geblieben.
Man findet sich in Key West schnell zurecht. Es gibt hier sehr schöne historische Häuser und viele elegante Geschäfte. Vom Souternmostpoint geht man ungefähr 30 Minuten bis zum Mallory Square am Ende der Duval Street, wo jeden Abend unzählige Menschen den romantischen Sonnenuntergang feiern (siehe Video am Ende des Artikels).
Ein besonderes Erlebnis hatten wir am nächsten Morgen. In Key West gibt es sehr viele frei herumlaufende Hühner. Und so wurden wir pünktlich um 6.30 Uhr von einem Hahn geweckt, der sehr intensiv den Tag begrüßte. Beim Verlassen von Key West einige Stunden später sahen wir überall Hühner, sogar an Tankstellen!
Wir fanden Key West sehr schön, wir kommen bestimmt nochmal wieder :-)

Der Mallory Square ist der Ort, an dem in Key West traditionell der Sonnenuntergang gefeiert wird. Er ist eine der Hauptattraktionen von Key West. Hunderte von Touristen erscheinen hier jeden Abend, um den Sonnenuntergang über Sunset Key und Wisteria Island zu erleben. Aufnahme am 4.12.2013 kurz nach Sonnenuntergang.

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Quelle: eigenes Video, YouTube

Demnächst im Blog:
Florida-Reise, Teil 3: Hemingway Home & Museum (Key West)