Erde und Mond aus verschiedenen Perspektiven

Ein aktuelles NASA-Video zeigt Erde und Mond aus der Sicht verschiedener unbemannter Raumsonden der letzten Jahre.
In der ersten Videosequenz der Raumsonde DSCOVR zieht der Mond an der Erde vorbei, dabei ist die Rückseite des Mondes zu sehen (die von der Erde niemals zu sehen ist).
Besonders faszinierend ist für mich die Aufnahme des Mars-Rovers Curiosity von Erde und Mond am Marshimmel (unser „kleiner“ Mond ist unterhalb der Erde noch zu erkennen).
Die Aufnahme mit der größten Entfernung zur Erde in diesem Video wurde aufgenommen von der Saturn-Sonde Cassini. Die Erde ist mit einem Pfeil markiert und die Entfernung zur Erde betrug ca. 1,5 Milliarden Kilometer (am 19.08.2013).


Quelle: NASA JPL

Das Foto mit der größten Distanz zur Erde (ca. 6,4 Milliarden Kilometer), das jemals aufgenommen wurde, ist der berühmte Pale Blue Dot (blasser blauer Punkt, aufgenommen am 14.02.1990 von Voyager 1).
Siehe auch: Nochmal: Die Erde von außen

Frühere Blogbeiträge:
Einmal die Erde von außen sehen
Erde und Mond – aufgenommen vom Mars
Erde und Mond aus dem All

UPDATE 3 und Zusammenfassung: Die erste Landung auf einem Kometen

Der Astronom Dr. Florian Freistetter hat heute in seinem Blog Astrodicticum Simplex eine Zusammenfassung der letzten Tage des Landers Philae veröffentlicht.

Mit einem Klick auf das folgende Bild kommt man direkt zu seinem Blogbeitrag.

Philae
Quelle: Astrodicticum Simplex

UPDATE 2: Die erste Landung auf einem Kometen

Die Raumsonde „Philae“ sendet seit gestern keine Signale mehr. Die Batterien sind leer. Doch es gibt Hoffnung: Die Forscher konnten das Labor kurz vor dem Blackout um 35 Grad drehen. Die Solarzellen sollen so mehr Licht einfangen.
Quelle: Spiegel-Online

Auch wenn Philae langfristig keine Signale mehr senden sollte, ist die erste Landung auf einem Kometen eine grandiose und einzigartige Leistung, zumal die Mutter-Sonde Rosetta weitere Daten zur Erde funken wird.
Nach einer fast zehnjährigen Reise eine Raumsonde in 510 Millionen Kilometer Entfernung in die Umlaufbahn eines Kometen zu bringen und dann noch erfolgreich einen Lander abzusetzen, ist an Präzision kaum zu übertreffen und hat die Menschheit wieder ein Stück weiter in den Kosmos gebracht.
Die Auswertung der Daten wird wertvolle Informationen über die Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren und evtl. über die Bausteine des Lebens, so wie wir es kennen, liefern.
Vielleicht kommen wir der Antwort, ob auf anderen Planeten ebenfalls Lebensformen existieren könnten, die unserer Spezies ähneln, durch diese Mission wieder einen kleinen Schritt näher.

Hier nochmal ein interessantes Video über die Mission:

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: DLRde/YouTube

UPDATE 1: Die erste Landung auf einem Kometen

Erstes Panoramafoto: Die Sonde „Philae“ ist nach anfänglichen Problemen sicher auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zum Stehen gekommen.
Die Sonde ist anscheinend nicht nur einmal, sondern insgesamt dreimal gelandet.
Eine unglaubliche Leistung! Um 14.00CET folgt die nächste Pressekonferenz.


Quelle: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Morgen: Die erste Landung auf einem Kometen

Das hat es noch nie gegeben: Am 12. November 2014 wird versucht, mit dem Lander Philae erstmals eine Sonde auf dem Kern eines Kometen sanft aufzusetzen – dem Kern von 67P/Churyumov-Gerasimenko.

Philae ist Teil der ESA-Raumsonde Rosetta, die vor zehn Jahren startete, Anfang August 2014 den Kometen erreichte und ihn seitdem umkreist – was ebenfalls ein Novum ist.

Der Lander wurde unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der Weltraumagenturen CNES und ASI (Frankreich beziehungsweise Italien) entwickelt. An Bord des Rosetta-Orbiters und des Landers befinden sich insgesamt 21 wissenschaftliche Instrumente, darunter auch das am MPS in Göttingen gebaute Kamerasystem OSIRIS auf dem Orbiter, welches wesentlichen Anteil an der Suche nach einem geeigneten Landeplatz hatte.

Bereits jetzt hat Rosetta bessere Bilder und umfangreichere Daten geliefert als jede Kometenmission zuvor.

Angesichts der Aktivität und der geringen Schwerkraft des Kometenkerns ist das Rosetta-Projekt sowohl wissenschaftlich als auch technisch eine enorme Herausforderung. Was ist an Kometen eigentlich so interessant? Nach welchen Kriterien wurde ein Landeplatz gesucht? Und wie funktioniert die Landung?

Diese Fragen beantwortet Klaus Jäger in den AstroViews 11 von „Sterne und Weltraum“. Er hatte dazu auch Gelegenheit, direkt mit drei am Projekt beteiligten verantwortlichen Wissenschaftlern vom MPS zu sprechen: mit Hermann Böhnhardt, dem Leitenden Wissenschaftler (PI) der Landemission, mit Holger Sierks, dem PI des Kamerasystems OSIRIS und mit Harald Krüger, dem PI des Kometenstaub-Messinstruments DIM.
Quelle: spektrumverlag/YouTube

Erst mit Abspielen des Videos stimmen sie einer Übertragung von Daten an YouTube zu. Siehe Datenschutzerklärung.

Quelle: spektrumverlag/YouTube

Kometensonde Rosetta beim Zielkometen Tschurjumow-Gerasimenko angekommen

Die Kometensonde Rosetta ist heute morgen erfolgreich in einen derzeit noch unregelmäßigen Orbit um den Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko eingeschwenkt. Die Sonde folgt dabei zunächst einer grob dreiecksförmigen Bahn in ungefähr 100 Kilometer Entfernung vom Kometenkern, bis die Sonde schließlich Schritt für Schritt in einen Orbit bis auf 10 Kilometer Höhe um den Kometen einschwenkt.
Im November 2014 soll dann der Lander Philae auf dem Kometen aufsetzen und Experimente durchführen, die Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Kometen und damit auf die des frühen Sonnensystems zulassen.

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Quelle: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

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Quelle: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

 

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Quelle: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Weiterführende Informationen:
Rosetta beim Zielkometen angekommen – Spektrum.de