Der Supermond am 30.01.2018

Ein Blick auf den Vollmond ist immer wunderschön, doch es gibt Tage, da erscheint er besonders groß.
Das liegt daran, dass der Mond die Erde nicht in einer exakten Kreisbahn umrundet, sonder er „eiert“ quasi um die Erde. Sein geringster Abstand zur Erde beträgt 356.410 Kilometer, sein größer 406.740 Kilometer. Am 31. Januar rückte er bis auf 360.200 Kilometer an uns heran.

Daher erscheint uns der Mond bei seiner größten Annäherung bis zu 14 Prozent größer und ein Drittel heller als in Nächten, in denen er besonders weit weg steht. Wenn der Mond dann auch noch ein Vollmond ist, spricht man auch vom sogenannten „Supermond“.

Da wir im Januar 2018 sogar zweimal einen Vollmond erleben durften (was immer wieder mal vorkommt), spricht man beim zweiten Vollmond auch von einem „Blue Moon“, also „Blauer Mond“.
Das passiert im Schnitt alle zweieinhalb Jahre, der Mond leuchtet dabei allerdings nicht blau :-)
Wie die Bezeichnung entstanden ist, weiß man nicht so genau.
Sie kommt aus dem englischen Sprachraum von der Redewendung „Once in a blue moon“, was so viel heißt wie „alle Jubeljahre mal“.

Zusätzlich konnten Beobachter am 31.01.2018 in Zentral- und Ostasien, Indonesien, Australien, Neuseeland, Alaska, Hawaii sowie der Westhälfte Nordamerikas das Phänomen des sogenannten Roten Monds oder Blutmonds sehen, also einer totalen Mondfinsternis. In Deutschland war dieses Ereignis diesmal nicht zu sehen.
Daher kommt auch der Begriff „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“. :-)

Da der Himmel am 31.01.2018 komplett bewölkt war, habe ich die Chance genutzt, am Abend des 30.01.2018 den „Supermond“ kurz vor seiner größten Annäherung zu fotografieren.
Zum Vergrößern jeweils zweimal auf das Foto klicken.

Blende F/6.3, 1/400 Sek., ISO -400
Blende F/6.3, 1/4000 Sek., ISO-160. Nachbearbeitung mit dem Programm IRFANVIEW

Zum Vergleich hier eine Aufnahme vom „normalen“ Mond am 24.04.2013 mit demselben Teleobjektiv.

Mond

Übrigens: die nächste totale Mondfinsternis des Jahres findet am 27. Juli 2018 statt und wird auch von Deutschland aus zu beobachten sein (sichtbar in Europa, Asien und Afrika).
Der nächste Supermond ist am 22.12.2018 zu sehen.

Meine Fotos von der totalen Mondfinsternis am 28.09.2015 finden Sie hier.

Siehe auch:
Supermond am Abend des 13.11.2016
Supermond am Morgen

„Supermond“ am Abend des 13.11.2016

Nachdem gestern tagsüber der Himmel bewölkt war, verschwanden die Wolken rechtzeitig am Abend und ich konnte den (Fast-)Vollmond während des Perigäums – wenn der Mond den erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn um die Erde erreicht – fotografieren.
Der Mond wird dann „Supermond“ genannt, wenn er den erdnächsten Punkt seiner Bahn um die Erde durchläuft und dabei gleichzeitig auch noch ein Vollmond ist.
Das ist aber gar kein seltenes Ereignis. In den letzten Jahren seit 2011 hatten wir jeweils 5 „Supermonde“ pro Jahr.
Warum der Hype um den sog. „Supermond“ etwas übertrieben ist, hat Daniel Fischer hier sehr gut beschrieben.
Aber näher als heute war der Mond seit dem 16. Januar 1948 nicht mehr und noch näher wird er uns erst am 25. November 2034 wieder kommen. Also doch ein ganz besonderes Ereignis, was der Beobachter mit dem bloßen Auge aber gar nicht feststellen kann.
Aber egal, ein großer Vollmond ist immer ein faszinierender Anblick und der nächste „Supermond“ erscheint schon wieder am 14.12.2016.

Hier meine beiden „besten“ Aufnahmen von gestern Abend (zum Vergrößern jeweils klicken).

p1010523

p1010524

Zum Vergleich: den „Supermond“ vom 29. September 2015 sehen Sie hier.

UPDATE: Jetzt auch online auf „Sterne und Weltraum“

siehe auch:
Der hundsgewöhnliche Mond in Erdnähe…

Liste aller „Supermonde“ von 2001 bis zum Jahr 2100

Abenteuer Astronomie – Der „supergroße“ Vollmond: Was die Zahlen wirklich sagen
Abenteuer Astronomie – Riesen-Vollmond am 14. November
Astrodicticum Simplex – Supermond: Der größte Vollmond seit 1948?

Supermond am Morgen

Heute Morgen habe ich nach der gestrigen Mondfinsternis zum ersten Mal wieder den Supermond fotografiert.

Auch ohne Mondfinsternis ist der momentane Anblick des Mondes besonders am Morgen faszinierend, er erscheint besonders groß.

P1010225
Wow!!! Zum Vergrößern klicken!

Wie eine Mondfinsternis entsteht und warum der Mond momentan so groß erscheint und deshalb Supermond genannt wird, erläutert das folgende Video sehr anschaulich.
In diesem Sinne: immer clear skies!


Quelle:
NASA Goddard/YouTube

Astronomy Picture of the Day

UPDATE:
Jetzt auch online auf STERNE und WELTRAUM

Fotos von der totalen Mondfinsternis am 28.09.2015

Hier nun meine (besten) Aufnahmen von der totalen Mondfinsternis heute Morgen, aufgenommen in der Zeit von 3.48 Uhr bis 4.37 Uhr MESZ.
Der Mond hatte sich glücklicherweise so positioniert, dass ich ihn vor der Garage mit Stativ aufnehmen konnte :-)
Da ich jedoch keine parallaktische Montierung mit motorischer Nachführung besitze, ist der Mond auf den Aufnahmen teilweise etwas „verwaschen“, da er sich während der Belichtungszeit weiter bewegte.
Als die Totalität der Mondfinsternis einsetzte, gelangen mir aufgrund der Dunkelheit leider keine Aufnahmen mehr (siehe aber letztes Foto).
Da die nächste gut sichtbare totale Mondfinsternis in Europa erst wieder im Jahr 2029 zu sehen ist, kann ich bis dahin meine Erfahrungen im Erstellen von MoFi-Fotos noch weiter ausbauen :-)

Aufnahmen mit Panasonic Lumix DMC-G5K mit Telezoom-Objektiv Lumix G F4-5,6/ 45-200 mm, Stativ, ohne Fernauslöser, Blende 6.3, Belichtung 1/13 bis zu 8 Sekunden, ISO-160.

Mit einem Klick auf das Foto kann es jeweils vergrößert werden, mit einem zweiten Klick wird dann nochmal vergrößert.

P1010165
3.51 Uhr MESZ
P1010171
3.54 Uhr MESZ
P1010189
4.05 Uhr MESZ

P1010194

P1010196

P1010197

P1010199
4.08 Uhr MESZ
P1010200
4.11 Uhr MESZ
Mofi last
4.37 Uhr (Totalität): zum Vergrößern zweimal klicken

UPDATE:
Jetzt auch online auf STERNE und WELTRAUM

Der Mond im Perigäum (Erdnähe)

Gestern (19.08.2013) befand sich der Erdmond in seiner größten südlichen Libration mit 6 Grad. Dadurch hat man jetzt die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Der Mond befindet sich im sog. Perigäum (Erdnähe).

Ich habe gestern abend die Chance genutzt, einige Fotos vom Mond mit meiner Panasonic Lumix G 3 und einem Telezoom-Objektiv aufzunehmen. Hier sind 3 Fotos aus der Serie. Sehr schön sind wieder die Krater Copernikus und Tycho zu sehen.
Zum Vergrößern einfach jeweils auf das Foto klicken.

Siehe auch meinen Blogpost vom 24.04.2013.

P1040275 P1040273 P1040274
Ort der Aufnahmen: 50321 Brühl,
Zeit: 19.08.2013, 21:28 MESZ

Ergänzung:

Ein Foto aus der Serie ist ab heute online auf Sterne und Weltraum